Dachdecker
12.10.2020
Handwerk am Bau

Es war ein guter Start in die zweite Verhandlung. Die Arbeitgeber*innen erklärten ihre Bereitschaft,
den Argumenten der IG BAU zu folgen und ihren Beitrag zur Sicherung der Altersvorsorge
zu leisten. Das heißt: Das bestehende Niveau von rund 94 Euro im Monat für aktuelle und
zukünftige Renter*innen in Ost und West soll erhalten bleiben.

Als die IG BAU die Arbeitgeber*innen aufforderte, die von ihren Beschäftigten erbrachte Leistung mit einer Lohnerhöhung zu honorieren wurde es gruselig. Die Arbeitgeber*innen machten in der Verhandlung eine Lohnerhöhung von der Bereitschaft der IG BAU abhängig, die Leistung in der Altersvorsorge für aktuelle und zukünftige Rentner*innen massiv abzusenken. Als weitere Möglichkeit nannten sie eine Absenkung der Einkommen der unteren Lohngruppen.

Helfer- und Junggesellenlohngruppen, um jeweils ein Lohnminus von 5 Prozent!

Die Grusel-Vorschläge der Arbeitgeber*innen zeugen von Undankbarkeit für die Leistung aller Arbeiter*innen. Sie sind Erpressungsversuche. Ihre Vorschläge treffen die Arbeiter*innen, die ihren Euro eh‘ schon dreimal umdrehen müssen – oder die Rentner*innen, die für ihre erbrachte Lebensleistung nun bestraft werden.

Sieht so Dankbarkeit und Wertschätzung aus?

Die Verhandlungen wurden ergebnislos vertagt. Ein Ergebnis bleibt vorerst in weiter Ferne.

Unsere Forderungen waren:

  • 4,8 Prozent mehr Einkommen
  • 100 Euro mehr für Auszubildende
  • Sicherung der Altersvorsorge in voller Höhe