Seitenpfad:

#Wirpackendasan - Zeig uns Deine Sicht auf die Krise! (Stand: 20. Mai)

Wir packen das an
(IG BAU)
20.05.2020
Über uns

Keine leichte Zeit, auch nicht für viele Mitglieder bei der IG BAU. Wir haben Euch gebeten, uns Eure Erfahrungen, Gefühle und Gedanken zur Krise zu schicken. Um zu zeigen, wie sehr sich die einzelnen Situationen unterscheiden. Und trotzdem ist niemand mit ihren*seinen Sorgen alleine.

Weitere Einsendungen sind uns willkommen. Schicke uns Dein Video oder Dein Foto, erzähle oder schreibe uns, zum Beispiel:

  • woran Du arbeitest
  • was Du Schönes oder Kurioses erlebt hast
  • was Du Dir für die kommenden Monate wünscht
  • was Dir am meisten Sorgen bereitet

Unsere Kontaktadresse für Einsendungen und Rückfragen ist: [Bitte aktivieren Sie Javascript]

#wirpackendasan

Andreas Kirchhoff
Polier und Betriebsratsvorsitzender
Nordhessen

"Endlich wird über eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes gesprochen, die jetzigen 60 beziehungsweise 67 Prozent treibt die Arbeitnehmer*innen nur in die Verschuldung."

#wirpackendasan

Michaela Höhle
Gebäudereinigerin
Nordhessen

"Ich arbeite als Gebäudereinigerin im VW Werk. Aber im Moment haben wir Kurzarbeit. Da unser Stundenlohn ja sehr gering ist kommt also jetzt noch weniger Geld ins Portemonnaie als vorher. Ich hoffe das es bald vorbei ist und ich wieder arbeiten kann. Ich denke, wenn es uns als Gebäudereiniger nicht geben würde, würde sich das Virus in den Objekten weiter ausbreiten. Gerade jetzt müsste die Leute unsere Arbeit noch mehr zu schätzen wissen."

#Wirpackendasan

Alexander Tonn
Maler
Hessen

Der Maler Alexander Tonn berichtete, dass Beschäftigte seines Betriebs auf einer Baustelle gearbeitet haben, auf der jemand von der Bauleitung sich mit COVID-19 angesteckt hat. Da die Kollegen keinen direkten Kontakt mit dieser Person hatten, beschloss das Gesundheitsamt, dass eine Quarantäne der Arbeitnehmer des Malerbetriebs nicht erforderlich sei. „Glück gehabt!“ sagt Alexander und freut sich die Maler- und Restaurationsarbeiten an einem historischen Gebäude fortsetzen zu können.

Marcus Bayer
Vorsitzender KV Westschwaben Nord
Schwaben

Er ist aktuell besonders betroffen und befindet sich in Kurzarbeit 0.

#wirpackendasan

Joe Petkovic
Brunnenbaumeister
Mittelfranken

"Ohne unseren Einsatz wäre das Wasser so schmutzig, wie vorne auf dem Foto zu sehen ist. Die Mannschaft vom Brunnenbau solidarisiert sich mit allen anderen Kolleg*innen, die täglich zur Versorgung beitragen. Wir erwarten, dass sich die Anerkennung unserer Leistung nicht nur in Worten ausdrückt, sondern konkret im Geldbeutel. Die Bezahlung der Fahrzeiten und höhere Löhne müssen für uns kommen. Das wäre super und die Anerkennung, die wir verdient haben. Bleibt gesund!"

#wirpackendasan

Hauke Kuster
Gewerkschaftssekretär
Westfalen

“Auch in der Krise gemeinsam mächtig: Hier, auf der Baustelle in Holzwickede, haben die Mitarbeiter der Firma Austrup mit Hilfe der IG BAU erreicht, dass ein Waschcontainer aufgestellt wurde, der es ermöglicht, die besonderen hygienischen Bedürfnisse der aktuellen Situation zu erfüllen."

Markus Lauerer
Architekt bei HOCHTIEF Engineering GmbH
Rhein-Main

#wirpackendasan

Jona Bauer
Auszubildender zum Zimmermann und Bezirksjugendvorstand
Mainfranken

„Nach dieser schwierigen Phase ist es an uns, Veränderungen zu fordern, umzusetzen und gerade auch danach Missständen innerhalb der Gesellschaft entgegenzutreten, welche sich momentan mehr denn je offenbaren.“

#wirpackendasan

Stefan Skupsch
Betriebsratsvorsitzender / Hol- und Bringedienst bei Sana DGS pro Service GmbH
Holstein

"Schöne oder kuriose Erlebnisse:

  • Mein Bruder, der im Krankenhaus im HuB arbeitet, wurde freudig mit den Worten „Sie sind der Beste!“ empfangen, als er endlich die langersehnten Mund-Nasen-Schutz-Masken an den Pflegedirektor aushändigte.
  • Kurios: unser Mietwäscheunternehmen produziert waschbare Mund-Nasen-Schutzmasken.

Sorge bereitet mir:

  • Reinigungskräfte werden immer noch nicht als Systemrelevant betrachtet. Dabei sind gerade wir es die, wie zum Beispiel bei uns in den Krankenhäusern, durch Hygieneerhaltung an vorderster Front gegen das Virus mitkämpfen. Und die Kolleg*innen die nun wegen geschlossener Objekte in Kurzarbeit geschickt werden, können oft nicht mal ihre Miete davon zahlen. Da muss mehr passieren.
  • Es wird versucht die Betriebsratsarbeit stark einzuschränken. 
  • Die Pandemie dient den Arbeitgebern derzeit als Begründung für zum Teil sehr fragwürdige Entscheidungen.

Meine Warnungen an andere:

  • Geht nicht leichtfertig mit dem Virus um. Hört auf die Empfehlungen seriöser Quellen wie dem RKI und dem Gesundheitsministerium. Haltet Abstand und vor allem wendet Euch an Eure Gewerkschaft wenn ihr nicht mehr weiter wisst. Wir Arbeitnehmer*innen müssen zusammenhalten.
  • Weigert euch, wenn man euch nötigt ohne Schutzkleidung in Patientenzimmern reinigen sollt!
  • Lasst euch nicht zur Mehrarbeit zwingen!

Was nicht gut läuft:

  • Wir als Servicegesellschaften der Krankenhäuser werden wenig beachtet. Um Schutzausrüstung muss gebettelt werden, die Kolleg*innen werden unzureichend geschult und wir als Betriebsräte werden bei Krisengesprächen oft umgangen. Die Anforderungen an die Mitarbeiter*innen werden immer höher und die Belastung nimmt stetig zu, was sich direkt auf die Gesundheit der Beschäftigten auswirkt. Von finanzieller Wertschätzung in Form von zum Beispiel Boni fehlt ebenfalls jede Spur.
  • Der Arbeitsschutz muss verbessert werden."

 

#wirpackendasan

Axel Neugebauer
Polier bei Strabag Direktion Nord-Ost
Mark Brandenburg

"Wenn es möglich ist, werde ich nach der Krise ein großes Gartenfest für die Familie von nah und fern feiern."

#Wirpackendasan

Andreas Wierig,
Polier bei Dieckmann Bauen+Umwelt
Osnabrück

"Wir erneuern auf unserer Baustelle in Greven die Kanalisation und machen gerade die Pflasterarbeiten. Ende Mai wollen wir damit fertig sein. Zur Zeit sind wir zu viert auf der Baustelle, aber unser Azubi hat heute Berufsschule im Homeoffice. Alles läuft wie immer, wir haben viel zu tun. Wir arbeiten Hand in Hand und halten, wenn möglich, den Abstand zueinander ein."

#Wirpackendasan

Gotthard Krieck
Zimmerermeister
Schleswig-Holstein-Nord

"Zimmerer können mit Abstand arbeiten. Aber mein Frisör?
Er fehlt mir sehr, mit wem soll ich reden?
(Mit etwas Humor lässt sich manche Krise und Einschränkung leichter bewältigen!)"

 

#Wirpackendasan

Anja Holzapfel
Gewerkschaftssekretärin
Bayern

„In Zeiten wie diesen ist die Solidarität gefragt. Solidarität heißt für mich zu erkennen, dass man im Kollektiv stark ist. Darüber hinaus bedeutet es, sich nicht über andere Menschen zu stellen. Eine solidarische Gesellschaft erkennt man an ihrem Umgang mit den schwächsten Mitgliedern und dafür setze ich mich jeden Tag aufs Neue ein. Und auch wenn solidarisch sein im Moment heißt, Abstand zu halten, so sind wir doch alle nur einen Anruf weit entfernt. Zusammen sind wir stark, auch in der Krise.“

 

#Wirpackendasan

Erdal Kara
Industriereiniger und Betriebsratsvorsitzender bei der Adam Mund GmbH
Düsseldorf

"Leider befinden wir uns in Kurzarbeit mit unseren 48 Industriereinigungs-Mitarbeitern. Wir konnten wegen der Coronakrise noch nicht mal eine Betriebsversammlung dazu machen. Dank der Gewerkschaft konnten wir eine Betriebsvereinbarung erzielen, die das Kurzarbeitergeld erhöht und uns auch vor Kündigungen schützt."

#Wirpackendasan

Ayse Baymis
Betriebsratsvorsitzende der Service-Gesellschaft Gebäudereinigung in der Uniklinik Essen

„Durch die Corona-Pandemie ist der Zusammenhalt im Team verstärkt worden, zusätzliche Arbeiten werden gerne gewährleistet, um die Hygiene Standards in der Klinik zu erfüllen. Der Gesundheitsschutz ist gerade in der derzeitigen Situation, wo die Mitarbeiter nah am Virus arbeiten, durch den Arbeitgeber gesichert.

Schön wäre, wenn es nicht nur Applaus und Danksagungen geben würde, sondern bei der Lohntarifrunde 2020 einen angemessenen und fairen Stundenlohn in Richtung 12 Euro für uns als Reinigungs- und Servicekräfte.

Für die Zukunft wünsche ich mir, ganz viel Gesundheit und mehr Wertschätzung für unser tägliche Arbeit.“

Beschäftigte der Firma Klüh
Westfalen

"Wir sorgen auch unter den erschwerten Bedingungen für Sicherheit und Sauberkeit im Marienhospital in Oelde."

#Wirpackendasan

Katrin Reif Betriebsrätin bei der Firmengruppe Max-Bögl, ehrenamtlich in verschiedenen Ämtern in der IG BAU und in der Bundestarifkommission Bauhauptgewerbe
Bayern

„Ich sehe, wie sich die Welt um uns durch die Coronakrise verändert. Auch ich bin verunsichert, wie sich das alles entwickeln wird. Aber ich sehe auch, dass meine Kollegen im Werk, in den Werkstätten, auf der Baustelle und in der Verwaltung weiterhin jeden Tag ihre Arbeit verrichten und sie verdienen dadurch meinen aller größten Respekt. Sie haben es verdient, dass man ihre Sorgen ernst nimmt. Aus der Krise können auch positive, neue Aspekte entstehen. Ein Beispiel wäre die Unterbringung bei auswärtiger Tätigkeit. Es sollte auch ohne Corona-Virus selbstverständlich sein, dass unsere Kollegen nach einem langen Tag auf der Baustelle ihre Privatsphäre in einem Einzelzimmer genießen können. Das mobile Arbeiten wurde bisher eher als Fluch denn als Segen angesehen. Jetzt können wir sehen, wie produktiv man auch abseits der betrieblichen vier Wände sein kann. Wichtig ist, dass die Arbeit zuverlässig und ordentlich erledigt wird. Wo dies geschieht, spielt in vielen Fällen keine Rolle. Auch sehen wir, wie wichtig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist. Das darf nicht nur ein Werbeslogan zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter sein, es muss in die Praxis umgesetzt werden.

Ich wünsche mir, dass wir das und viele weitere neue Ideen aus dieser Krise mitnehmen und etwas daraus machen.“

#wirpackendasan

Bärbel Seidel  
GBR-Vorsitzende bei Blumen Risse
Bochum-Dortmund

„Als Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates bei Blumen Risse habe ich in den letzten Wochen unheimlich viele Anfragen von besorgten Kolleg*innen bekommen zum Thema Kurzarbeit, Arbeitszeit und Schutzmaßnahmen vor Corona im Betrieb. Ich und meine Kolleginnen im Betriebsrat haben die Fragen geduldig und mit Unterstützung der IG BAU beantwortet. Feierabend war da oft erst weit nach dem Abschließen des Gartencenters. Aber das hat sich gelohnt. Wir konnten viele Kolleg*innen davon überzeugen, wie wichtig es ist, einen Betriebsrat zu haben und in der Gewerkschaft zu sein. Aktuell müssen wir im Gartencenter vor allem auf unsere und die Gesundheit der Kunden aufpassen. Wichtig ist, immer den Mindestabstand einzuhalten, auch wenn das in der Kundenberatung manchmal schwierig ist."

#wirpackendasan

Daniel Seliger
Bauarbeiter und Betriebsratsvorsitzender
Nordhessen

Daniel Seliger stellt fest, dass seit der COVID-19-Pandemie das Vertrauensverhältnis zum Betriebsrat und die Informationsweitergabe von Seiten des Arbeitgebers sich wesentlich verbessert haben. Er ist sich sicher, dass dies nicht nur während der Pandemie so ist, sondern auch darüber hinaus so bleibt.

#wirpackendas

Lars Schmitt
Betriebsratsvorsitzender bei der BAM Deutschland AG
Stuttgart

"Die Corona-Pandemie zeigt uns, wie schnell sich unsere Welt verändern kann. Wir lernen Grundlagen wie Gesundheit und Solidarität neu zu schätzen. Lassen wir uns davon nicht verunsichern!"

#wirpackendasan
#wirpackendasan
#wirpackendasan

Burak Adigüzel, JAV, Junge BAU Mittelfranken
Burak Inal, JAV, Junge BAU Mittelfranken
Onur Sevinc, JAV, Junge BAU Mittelfranken

„Die Corona-Krise betrifft uns ALLE! Jede*r ist davon immens betroffen. Alle müssen anpacken, damit wir diese harte Zeit gemeinsam überstehen. Das Wichtigste ist jedoch, zu merken, dass wir alle in dem Fall gleich gestellt sind. Der Virus kennt keine Hautfarbe, Religion oder Nationalität. Alle Menschen sind betroffen.“

#wirpackendasan

Martin Koslowski  
Gewerkschaftssekretär
Westfalen

"Auch wenn ich in der Corona-Krise meine Enkel nicht sehen kann, so können wir doch telefonieren. Ebenso schön ist es, unseren Mitgliedern am 'heißen Draht' wertvolle Tipps geben zu können. Wir bleiben in Verbindung und lassen niemanden allein."

#wirpackendasan

Bedra Duric
Betriebsratsvorsitzende der BOGDOL Gebäudemanagement GmbH
Hamburg

„'In der Krise beweist sich der Charakter' meint Helmut Schmidt. Selbst in dieser sehr speziellen Zeit haben Wertschätzung und Respekt gegenüber den Reinigungskräften in der Öffentlichkeit leider noch immer Seltenheitswert. BOGDOL hat auf diese Situation auf ungewöhnliche Weise reagiert und eine großformatige Zeitungsanzeige geschaltet. Gemeinsam packen wir das an!"

#wirpackendasan

Beschäftigte der Tiefbaufirma Schmitt aus Bergtheim
Mainfranken

,,Verantwortung im Beruf bedeutet auch, bei der Arbeit Abstand zu halten. Davon profitieren alle.“

#wirpackendasan

Lutz Jacobs
Maschinist bei Ludwig und Freitag
Berlin

"Schön, dass die IG BAU in einer so schwierigen Zeit an unserer Seite ist und uns mit wichtigen Informationen versorgt. Wir halten zusammen."

#wirpackendasan

Marion Deutsch
reinigt für die WISAG eine Schule
Oderland

„Als sich der Corona-Virus auch hier verbreitete, hat uns unser Arbeitgeber deutlich mehr Zeit für die Reinigung ermöglicht. Denn jetzt ist es enorm wichtig, dass die Schulen hygienisch einwandfrei sauber sind. Ich würde mir wünschen, wenn das auch nach der Krise so bleibt. Jahrelang wurde immer mehr Leistung in immer weniger Zeit erwartet. So kann eine gute Reinigung aber nicht geleistet werden."

#wirpackendasan

Matthias Geike 
stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei GRG Berlin
Berlin

„Für die Beschäftigten in der Gebäudereinigung sind die Änderungen beim Kurzarbeitergeld keine Erleichterung. Wir brauchen wenigstens ein Mindestkurzarbeitergeld. Denn unsere Arbeitgeber lassen sich kaum auf eine betriebliche Aufstockung ein, von einer tariflichen ganz zu schweigen. Wir können keine drei Monate mit 60 beziehungsweise 67 Prozent durchhalten, bis dann die ersten Erhöhungen greifen.“

#Wirpackendasan

Andreas Friedel
Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender (und GBR-Mitglied ) bei SPIE GmbH
Frankfurt

"Wir durchleben ja zur Zeit Alle die Corona Krise – dieses für uns alle neue Thema stellt uns vor noch nie dagewesen Herausforderungen. Zum einen Thema Gesundheitsschutz (PSA Masken, neue Arbeitsplatzbewertungen) oder natürlich auch das Thema Kurzarbeit. Aber egal worum es geht: Muss dafür kämpfen und dafür einstehen. Zur Zeit finden jeden Monat Verhandlungen über die Aufstockungs-Prozente auf das Kurzarbeitergeld statt. Es fällt leider nichts vom Himmel. Was mir Positives auffällt ist, dass wir zusammenhalten und wir uns doch mehr und mehr solidarisch verhalten. Sei es im Beruf oder auch im Privaten. Mal sehen, wie lange das auch nach der Krise anhält."

#Wirpackendasan

Dennis Macko
Betriebsratsvorsitzender
Düsseldorf

„Durch die Kontaktbeschränkungen ist es momentan schwierig, Betriebsratsarbeit zu leisten. In unserer Branche sind die Kolleginnen und Kollegen auf viele verschiedene Objekte verteilt. Sie zu besuchen ist momentan nicht möglich. Viele sind verunsichert, wie es in Zukunft weitergeht. Sorgen bereiten mir die Minijobber, die beim Kurzarbeitergeld außen vor sind. Da muss der Gesetzgeber nachbessern!“

#Wirpackendasan

Kamil Kopan
Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender
Aachen

„Es zeigt sich in der aktuellen Situation, dass Reinigungskräfte systemrelevant sind. Unsere Arbeit muss mehr wertgeschätzt werden! Sowohl vom Kunden, als auch von unseren Arbeitgebern. Und zwar mit Blick auf die Lohntarifrunde dieses Jahr, in Form einer angemessenen Vergütung. Sollte es eine Sonderprämie für systemrelevante Berufsgruppen geben, müssen die Reinigungskräfte diese auch bekommen.“

 

#Wirpackendasan
#Wirpackendasan

Florian Esselberger und Jürgen Kauppert
Polier und Vorarbeiter, arbeiten mit weiteren vier Kollegen auf einer Baustelle in Coburg und bauen dort neue Wohnungen

„Wir arbeiten auf dieser Baustelle immer mit den selben Kollegen zusammen, so dass wir keine Angst haben, uns hier mit dem Virus zu infizieren. Ich hoffe aber, dass die positiven Auswirkungen der Coronakrise, wie die verbesserten Hygienestandards oder der Anspruch auf ein Einzelzimmer bei Auswärtsbeschäftigung, auch nach der Pandemie beibehalten werden.

Für uns alle ist es aber besonders wichtig, dass bei den Tarifverhandlungen ab dem 19. Mai eine für ganz Deutschland verbindliche tarifliche Regelung zur Bezahlung der Fahrtzeiten zustande kommt. Wir wollen eine Stundenlohnpauschale ohne zeitliche Begrenzung, die für unsere Fahrtzeiten bezahlt wird. Denn so wie es jetzt ist, 9 ½ Stunden Arbeitszeit mit 1 Stunde Pause und dann noch 1 bis 1 ½ Stunden einfache Fahrtzeit heißt: wir sind täglich mindestens 12,5 Stunden von Zuhause weg.

Bezahlt werden aber nur 8,5 Stunden, weil ja die eine Mehrarbeitsstunde ins Arbeitszeitkonto für die Saison-KuG-Regelung kommt. Das ist doch das Hauptproblem, warum kaum noch junge Leute zum Bau wollen. Wenn wir schon immer sehr früh los müssen und spät heimkommen, dann muss das auch bezahlt werden. Unbedingt!“

#Wirpackendasan

Horst Liebecke
reinigt ein Pflegeheim
Berlin

„Gerade in der jetzigen Zeit sollte der Blick auf die Unsichtbaren gerichtet werden: Auch auf uns Reinigungskräfte. Ich arbeite seit vielen Jahren als Reinigungskraft in einem Pflegeheim. Tagtäglich leisten wir harte und wichtige Arbeit. Zusätzliches Desinfizieren ist wichtig, damit wir das Virus gar nicht erst ins Pflegeheim reinlassen. Doch für die zusätzlichen Aufgaben gibt es leider nicht mehr Personal und uns wird gesagt ‚Macht aber keine Überstunden‘. Wir brauchen mehr Zeit und Personal für die Reinigung, damit wir weiterhin unserer Aufgabe gewissenhaft nachgehen können und damit die Pflegeheimbewohner*innen und wir Arbeiter*innen geschützt sind. Darüber hinaus fordern wir die Wertschätzung und den Respekt, der uns gebührt. Dazu gehört natürlich auch eine gerechte Entlohnung. Denn eine Wertschätzung ist das nicht, wenn ich am Ende einer 39-Stundenwoche mit Niedriglohn abgespeist werde.“

#Wirpackendasan

Klaus Pöschl
Polier und Betriebsratsvorsitzender zusammen mit Kolleg*innen der Firma Brochier Rohrleitungsbau
Nürnberg

"Wir schützen uns und andere."

Detlev Bühner
Polier und Betriebsrat bei der Firma Oevermann
Münster

Schon vor der Corona-Krise wurde Sicherheit und ordentliche Hygiene groß geschrieben. Denn Detlev Bühner ist neben seinem Job als Polier noch aktiv als Betriebsrat bei der Firma Oevermann in Münster. Und so sorgt unser Kollege intensiv dafür, dass er und sein Team bestens geschützt sind. Aber seht selbst, mit welchen Maßnahmen sie hierfür ergreifen.

#wirpackendasan

Dominik Schmitt
Gelernter Stahlbetonbauer, Polier und Betriebsratsvorsitzender
Mittelfranken

"Wirklich gut lief, dass bei uns im Betrieb die Sanitäreinrichtungen auf den Baustellen sehr schnell aufgestockt wurden. Für die Zukunft unserer Branche wünsche ich mir, dass die Hygienestandards auf den Baustellen angehoben werden. Bauarbeiter brauchen ordentliche, beheizbare Sanitärcontainer mit richtiger Waschstelle, anstatt Plastik-Klohäuschen. Daran müssen wir nach der Pandemie, gemeinsam mit der IG BAU, arbeiten."

#wirpackendasan

Harald Morper
Polier und Betriebsratsvorsitzender der Firma ULLRICH BAU
Mittelfranken

In Zeiten von Corona ist es, gerade auf den Baustellen, schwieriger geworden. Strengere Hygienevorschriften und Mindestabstände erschweren uns die Arbeit extrem. Die Firma hat zusätzliche Pritschen angemietet und zahlt für Privatfahrten zur Baustelle Kilometergeld. Es befindet sich nur noch eine Person im PKW, maximal zwei im Bus. Anlieger werden mit Schildern gebeten, Abstand zu uns zu halten. Zusätzlich zur "normalen" PSA wurde jedem Mitarbeiter ein "Safety First"-Päckchen mit Schutzmasken und Desinfektionsmittel übergeben, das natürlich bei Bedarf nachgefüllt wird. Alle Bauarbeiter stehen weiterhin ihren Mann und arbeiten unter erschwerten Bedingungen.

Als BR-Vorsitzender steh' ich mit meinem Gewerkschaftssekretär im regen Austausch. Meine Kollegen und ich wissen, dass man einen verlässlichen Partner braucht. Gerade jetzt ist Solidarität wichtig. 

Bei den anstehenden Tarifverhandlungen sollte nicht vergessen werden: Es herrscht weiterhin Vollbeschäftigung auf dem Bau. Wir haben eine Entgelterhöhung und die längst überfällige Wegezeitentschädigung mehr als verdient! Dafür kämpfen wir. Packen wir's an!

#wirpackendasan

Florian Gierke
Gewerkschaftssekretär
Westfalen

"Wir sind auch in der Krise für Euch da und achten darauf, Euch nicht zu gefährden."

#wirpackendasan

Ilse Cziko
Vorarbeiterin bei der Reinigungsfirma Gies
Rheinhessen-Vorderpfalz

Die Klinik, in der Ilse Cziko arbeitet, ist eine Psychiatrische Institutsambulanz mit teilweise sehr schweren Fällen. Zur Zeit befinden sich auch dort, auf einer geschlossenen Station, Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Ilse sagt, dass die Angst, selbst infiziert zu werden, ein ständiger Begleiter ist. Die Situation sei allgemein sehr angespannt und teilweise muß sie sich auch mit Arbeitsverweigerern auseinandersetzen. Sie hat dafür jedoch Verständnis, denn von den Psychischkranken kann kein konsequentes Einhalten von Hygiene-Vorschriften und Abstandsregeln erwartet werden. Da die Klinik nicht genug Mundschutzmasken hat, um alle Reinigungskräfte damit auszustatten, hat ihr Arbeitgeber Masken für die Beschäftigten machen lassen und auch der Klinik damit ausgeholfen.

Carsten Pfaff
Betriebsrat bei den Hessischen Staatsweingütern
Wiesbaden-Limburg

#wirpackendasan

Jens Zimmermann
Gewerkschaftssekretär
Westfalen

„In den ersten Tagen haben mich vor allem viele besorgte Mitglieder zum Thema Kurzarbeit angerufen. Ich bin unter anderem für die 'grüne Branche' zuständig, zu der auch die Floristik und der Gartenbau gehört. Dort haben viele Betriebe keine Erfahrung mit Kurzarbeit, sodass gerade da unsere Mitglieder viele Fragen haben. Vor allem die Zusammenarbeit mit den Betriebsräten hat sehr gut geklappt. Man merkt, dass die Kolleg*innen sich voll auf die IG BAU verlassen haben. Das motiviert sehr!"

Peter Gruber
Unterhaltsreinigung und Vorarbeiter bei Beyersdorf Flensburg
Holstein

#wirpackendasan

Mirko Gromoll
Maschinist bei Gottlieb Tesch Kanal- und Rohrleitungsbau GmbH
Mark Brandenburg

Die Baustellen laufen normal weiter, der Kollege Gromoll macht weiterhin Anschlüsse im Tiefbau fertig. Lediglich Kollegen, die schwer vorerkrankt sind, wurden vorsorglich nach Hause geschickt. Auf den kleinen Baustellen ist die Situation schwierig, gerade da wo die Kollegen nur zu zweit oder zu dritt sind, kommt häufig nur ein Dixi zum Einsatz.

#wirpackendasan

Hans Fischer
Kreisverbandsvorsitzender
Mainfranken

"Da uns Corona viele geplante Termine 2020 unserer Ausstellung 'Bauarbeiter erneuern unsere Städte und prägen die Geschichte' durchkreuzt hat, werde ich mich jetzt verstärkt zeitlich mit diesem Projekt beschäftigen. Es gibt einiges zu tun wie beispielsweise Termine für die Zeit danach zu organisieren. Ich bleibe auch weiterhin in Verbindung mit möglichen interessierten Berufsschulen, Verbänden aus Wirtschaft und Kultur, zum einen weil es mir Freude macht die Baukunst, das Bauhandwerk und seine Organisation nach außen zu tragen, den Menschen näher zu bringen. Ich werde auch weiterhin die Ausstellung durch Fotohefte ankündigen. Schönes und Kurioses erlebe ich dabei bei allen die mich dabei unterstützen und bei Zeitzeugen die sich in der Ausstellung wiedererkennen. Wünschen würde ich mir, das alle gesund bleiben und unsere gemeinsame Ausstellung wieder zu laufen beginnt."

#wirpackendasan

Joachim Herbold
Polier und Betriebsrat
Rhein-Main

"Bei uns geht die Arbeit weiter: wir sind im Chemiewerk und bauen Rohrleitungen. Natürlich halten wir Abstand. Wir haben zusätzliche Autos bekommen, damit nicht mehr als zwei Personen zusammen fahren. Waschgelegenheiten hatten wir schon vorher, jetzt auch Desinfektionsmittel." 

#wirpackendasan

Marcel Hölz
Glasreiniger bei GRG Berlin
Berlin

„In der Corona-Krise sind wir auf einmal 'Alltagshelden' und 'systemrelevant'. Dass es auf einmal so viel Wertschätzung für unsere Arbeit gibt ist gut. Noch besser wäre es aber, wenn sich diese Anerkennung auch in unseren Löhnen zeigen würde. Wenn Kunden endlich verstehen, dass eine gute Reinigung auch etwas kosten muss. Ich hoffe, dass wir in der nächsten Tarifrunde die öffentliche Rückendeckung bekommen, wenn wir endlich anständige Löhne einfordern."

#Wirpackendasan

Artur Langolf (Maschinist)
Simon Millar (Straßenbauer)
Blerim Zymeri (Polier)
Firma Unverfehrt
Bad Laer

"Den Kaffee gab‘s heute von einem Anlieger. Für ihn und seine Nachbarn stellen wir den 'Straßenendausbau' fertig und machen gerade die Pflasterarbeiten. Bis Ende Juni sollen wir damit fertig sein. Die Firma hat ordentlich zu tun und auch die Bücher sind noch bis 2021 mit Aufträgen voll. Wir geben in diesen Zeiten auf uns Acht und freuen uns ganz besonders über den spendierten Kaffee."

#Wirpackendasan

Sandra Rögner
Betriebsratsvorsitzende der Kliniken Neuburg Service GmbH und Fachgruppenvorsitzende Gebäudereinigung Neuburg/Ingolstadt
Schwaben

„Die Corona Krise hat uns ganz schön überfahren. Zu wenig Personal, kaum Schutzkleidung. Dank guter gemeinsamer Arbeit von uns als Betriebsräten und der IG BAU haben wir es aber geschafft uns durchzusetzen. Die Wochen mit geteilter Schutzkleidung sind vorbei. Jede Reinigungskraft hat ihre eigene Schutzkleidung, wenn sie die Corona-Zimmer im Krankenhaus reinigt. Das war nicht einfach, aber gemeinsam haben wir es geschafft. Unser nächster Kampf läuft aber auch schon: Sind wir als Reinigungskräfte nicht systemrelevant? Haben wir keinen Bonus wie die Pflegekräfte verdient? Herr Söder, hier müssen wir nochmal nachbessern, wir sind bereit Druck zu machen.“

#Wirpackendasan

Mandy Heller
Reinigungskraft bei Octeo Multiservices GmbH (100 %ige Tochter der Stadt Duisburg)
Duisburg

„Die derzeitige Situation in der Pandemie hat viele Abläufe im Privat- und Arbeitsleben durcheinander gebracht. Ich bin seit 2014 bei der Firma Octeo Multiservices im Bereich der Gebäudereinigung tätig. Da viele Objekte wegen der Kontaktsperre geschlossen wurden, hat mein Arbeitgeber kurzfristig für uns neue Reinigungsbereiche gesucht. Zusätzlich hat gerade in dieser Woche der Arbeitgeber mit dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung zum Kurzarbeitergeld abgeschlossen. Sollte also die Kurzarbeit doch noch eintreten, würde die Firma Octeo das Kurzarbeitergeld auf 100 % aufstocken. Das gibt mir als Arbeitnehmerin die Sicherheit ohne große finanzielle Einbußen meinen Lebensunterhalt zu bestreiten und durch die Pandemie zu kommen. Ich bin dankbar, dass die IG Bauen-Agrar-Umwelt mit dem Betriebsrat für eine gute Arbeitsgrundlage sorgt.“

#Wirpackendasan

Manuela Zarda
Betriebsratsvorsitzende der Stadtklinik Frankenthal Service GmbH sowie in der Produktion tätig (kochen, verteilen)
Frankenthal (Pfalz)

Die Stadtklinik Frankenthal Service GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Frankenthal (Pfalz). Sie erbringt sämtliche Dienstleistungen rund um die Krankenhausversorgung. Kernbereiche bilden die Abteilungen Catering/Speisenversorgung mit Cafeteria, Reinigungsdienstleistungen sowie Bettenaufbereitung. Hauptkunde ist die Stadtklinik Frankenthal. Außerdem versorgt die Küche der Stadtklinik Frankenthal Service GmbH auch Kindergärten und Kindertagesstätten.

Zu normalen Zeiten sind in der Küche circa 30 Personen beschäftigt und es gehen über 1000 Essen täglich raus. Jetzt in der Coronavirus Pandemie und durch die Schließungen der Kindergärten und Tagesstätten, ist die Produktion total eingebrochen. Es gehen täglich nur noch 200 bis 250 Essen und Lunchpakete raus. Es wird nur noch für die Patienten gekocht und mit Lunchpaketen werden Ärzte, Pflegepersonal, Fieberambulanz, Feuerwehr und Ordnungsamt versorgt.

Die Auswirkungen für das Personal sind dadurch gravierend. Statt 30 arbeiten nur noch 15 Beschäftigte in Wechselschicht in der Küche. Bisher konnte Kurzarbeit, durch den Abbau von Gutstunden und Urlaub, verhindert werden.

Laut Manuela lassen sie sich nicht unterkriegen, voller Zuversicht schauen sie in die Zukunft.

#wirpackendassan

Denise Kriesche
Malerin und Bezirksjugendvorstand
Mittelfranken

„Auf dass unsere Welt auch weiterhin farbenfroh bleibt!“

Christiane Braun
Assistentin der Regionalleitung
Westfalen

#wirpackendasan
#wirpackendasan

Dieter Keilholz und Bernhard Heizmann
Forstwirte bei den Bayerischen Staatsforsten und langjährige Mitglieder der IG BAU Fachgruppe Forst Mittelfranken
Mittelfranken

"Wir kümmern uns mit circa 50 Kollegen und Kolleginnen um den Wald rund um Nürnberg. Zurzeit sind wir mit der Frühjahrspflanzung beschäftigt. Das Virus beeinträchtigt uns bei unserer Arbeit nicht so sehr, da wir in kleinen Gruppen von zwei bis vier Leuten arbeiten. Trotzdem achten wir auf genügend Abstand und die sonstigen Schutzregeln, soweit es möglich ist. Der Wald ist zu Corona-Zeiten voll mit Erholungssuchenden, da viele Menschen jetzt viel Freizeit haben. Manche sind erstaunt, weil wir arbeiten. Die Pflanzen müssen schnell in den Boden, bevor sie austreiben, ansonsten sterben sie ab. Auch der Waldschutz kann nicht vernachlässigt werden, denn der Borkenkäfer nimmt keine Rücksicht auf unsere Viren und die Situation ist durch die Trockenheit, gerade in Nordbayern mehr als ernst.

Wir hoffen, dass es nach Corona, wenn die wirtschaftlichen Schäden zusammengerechnet werden, nicht den Arbeitnehmern an den Kragen geht. Viele Kollegen und Kolleginnen, die durch das Virus finanziell an der Existenzgrenze sind, bedürfen unserer Solidarität. Auch darf nicht sein das Beschäftigte in den Systemrelevanten Branchen über die Maßen belastet werden. Wir sind der Meinung, dass in solchen Zeiten eine starke Gewerkschaft noch wichtiger ist als sonst. In diesem Sinne müssen wir versuchen nicht organisierte Kollegen und Kolleginnen mit ins Boot zu holen. Gründe gibt es mehr als genug. Wir wünschen allen eine gute Zeit und blicken trotz Krise optimistisch in die Zukunft."

#wirpackendasan

Jens Treff
Hausmeister und Betriebsrat
Rhein-Main

"Auch wenn die Aufgaben als Schulhausmeister einiges anderes beinhalten als vor der Corona-Pandemie, sind wir doch guten Mutes unsere Verantwortung an den Schulen im Kreis Offenbach gerecht zu werden. Im Moment sind wir damit beschäftigt, großflächig zu desinfizieren und den Kindern in der Notbetreung sowie allen Mitarbeitern in der Schule ein Stück Sicherheit mit unserer Präsens und der regelmäßigen Reinigung aller Laufwege zu garantieren. Auch ist es jetzt möglich, Arbeiten zu erledigen, die einfach liegengeblieben sind. Als Betriebsratmitglied sind wir mit unserer Belegschaft im ständigen Kontakt und tauschen uns regelmäßig aus. Bei 50 Schulhausmeistern und dazu der gesamte Innendienst ist das keine leichte Aufgabe. Doch nur zusammen können wir durch diese schwere Zeit erfolgreich als Team bestehen und hoffen natürlich, dass alle gesund bleiben."

#Wirpackendasan
#wirpackendasan

Maria Santina Tringale
David Ruthard

Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende und Betriebsratsvorsitzender bei HGH-Service GmbH Katholisches Klinikum Mainz
Rheinhessen-Vorderpfalz

Ab dem 15. April 2020 wurde im Betrieb der beiden Kurzarbeit eingeführt. Die Folge sind große Ängste bezüglich des Einkommens bei den Beschäftigen. Die Angst, mit dem Kurzarbeitergeld nicht über die Runden zu kommen, sei größer als vor der Krankheit, erzählen uns Maria Santina Tringale und David Ruthard.

Beide tun alles, um den Mitarbeiter*innen die Angst zu nehmen und haben auch in der Betriebsvereinbarung festgeschrieben, dass bei der Kurzarbeit regelmäßig gewechselt wird.

#wirpackendasan

Nursel Firat
Pandemiebeauftragte und Betriebsratsvorsitzende / Gesamtbetriebsratsvorsitzende
Westfalen

"Tägliche Anfragen der Mitarbeiter zur Kurzarbeit, zur Prävention. Organisation des Informationsflusses über Post, Anrufe und Homepage. Krisenmanagement. Puhh… da weißt Du aber, was Du den ganzen Tag so getan hast, in diesen bewegten Tagen.“

#wirpackendasan

Daniel Riesenberg
Bauhauptgewerbe bei Strabag BMTI
Berlin

Es gibt Aufträge in Hülle und Fülle. Das Unternehmen hat eine enorme Auslastung und es gibt kaum Einschränkungen trotz der Krise. Auch die Hygiene wird verstärkt beachtet. Sei es im Bezug auf die Toiletten, die Waschmöglichkeiten (die auf den Baustellen gewährleistet werden) und die Ansage, dass maximal zwei Kollegen in einem Auto fahren sollen. Sorgen macht sich der Kollege Riesenberg, weil seine Firma nicht die Investitionen in dem Umfang tätigt, welche nötig sind. Weil die Firma warten will, wie sich die Krise entwickelt. Die Frage ist, ob das der Firma in ein paar Jahren nicht auf die Füße fällt. Auch die fehlende Möglichkeit, als Betriebsrat vor Ort mit den Kollegen in Kontakt zu treten, ist eine Sache die Sorgen macht. Schön und solidarisch ist das Verhalten des GBR der Strabag. Hier wird beim Thema Kurzarbeit dem Arbeitgeber gegenüber einheitlich aufgetreten. Eine Sache hat der Kollege Riesenberg als amüsant geäußert: Auf einmal sei es möglich, Leute in Homeoffice zu schicken, was eine lange Zeit als unmöglich dargestellt wurde.

#wirpackendasan

Uwe Holsten
Maler- und Lackierer
Bad Gandersheim

"Ich bin im April Mitglied der IG BAU geworden, weil es mir wichtig ist, in meinem Arbeitsleben einen starken Partner an meiner Seite zu haben. Tarifliche Leistungen kann ich nur mit Hilfe meiner Gewerkschaft durchsetzen. Die Solidarität ist in der jetzigen Zeit von besonderer Bedeutung für mich, mit einem Partner, auf den ich mich verlassen kann."

#wirpackendasan

Tina Jadasch
Gebäudereinigerin
Hannover

"Ich bin im April Mitglied der IG BAU geworden, weil für mich Solidarität in der Krise wichtig ist. Natürlich profitiere ich auch von den Tarifleistungen wie zum Beispiel dem zusätzlichen Urlaubsgeld. Nur gemeinsam können die Ziele der Arbeitnehmer durchgesetzt werden."

Beschäftigte der Firma Dieckmann
Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim

#Wirpackendasan

Michael Kurthen
Betriebsratsmitglied im Gartencenter Frechen bei Blumen Risse
Rheinland

"Ich würde mir mehr Gelassenheit wünschen, weil gerade zu uns kommen die Kunden doch wegen der schönen Dinge im Leben. Aber wir hören auch viel Positives, zum Beispiel 'Schön, dass Sie für uns da sind und bleiben sie gesund'!“

#Wirpackendasan

Evelin Plasser Betriebsratsvorsitzende Klinik Service der Kliniken des Landkreises Berchtesgadener Land GmbH
Oberbayern

„Wir haben im Berchtesgadener Land sechs Standorte, in denen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Unterhaltsreinigung, Serviceassistenz und auch einige in der Küche tätig sind. Auf die Hygiene in den Kliniken muss deshalb besonders gut geachtet werden.

Unsere Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung war schon immer sehr vorbildlich, auch wenn es ab und zu Meinungsverschiedenheiten gibt. Unser Geschäftsführer Herr Lange und seine Stellvertreterin Frau Hentschlofsky haben uns mitgeteilt, dass während der Pandemie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab April bis auf Wiederruf von Lohngruppe 1 auf Lohngruppe 2 hochgestuft werden.

Dies gilt für beide Tochtergesellschaften.

Wir möchten uns auf diesem Wege für diese Anerkennung bedanken.“

#Wirpackendasan

Irina Lechner
Betriebsratsmitglied im LEGOLAND in Günzburg
Schwaben

„Auch während der Coronakrise sind wir Betriebsräte und unsere Gewerkschaften gefragt. Im LEGOLAND ist Kurzarbeit '0' für die meisten Beschäftigten angesetzt worden und das wird sich wohl noch länger hinziehen. Die Freizeitunternehmen sind von der Krise besonders hart betroffen, da wir immer ein hohes Maß an Menschenansammlungen vor Ort haben. Aber Dank einer gut ausgehandelten Betriebsvereinbarung stockt unser Arbeitgeber freiwillig auf. Deswegen haben wir auch in der Corona Krise gute Laune und bleiben daheim, um alle anderen zu schützen.“

Normen Bischoff
Maurer und Mitglied im Betriebsrat der Firma Fösel
Memmelsdorf

Gerald Niklas,
Bezirksvorsitzender des Bezirkverbands Oberfranken
Bayreuth

#Wirpackendasan

Manfred Götz
Betriebsratsvorsitzender
Bayern 

"Dank der tollen Unterstützung und Betreuung von der IG BAU und dem entgegenkommen von unserem sozialen Arbeitgeber, der Firma Gebrüder Donhauser, konnten wir eine Betriebsvereinbarung mit 80 %iger Aufstockung zur Kurzarbeit abschließen. Man hat uns angeboten, dass wir nur noch mit dem privaten Auto auf die Baustelle fahren sollen. Die Fahrtkosten werden uns dabei erstattet. Außerdem haben wir spezielle Hygiene-Regeln vereinbart. Auf der Baustelle ist es nicht immer einfach, Abstand zu halten. Deswegen gilt: Passt aufeinander auf und haltet durch, liebe Kolleg*innen! Wir haben nur dieses eine Leben!"

#Wirpackendasan

Daisy Liebau-Plath
Forstbeamtin
Trechtingshausen

„Als Vorsitzende der Landesvertretung Rheinland-Pfalz setze ich mich dafür ein, dass wir als Forstgewerkschaft eine starke Interessensvertretung sind. WALD KLIMA SCHUTZ – die Forstbeschäftigten sind 'systemrelevant', wenn es um den Klimaschutz geht. Das darf jetzt nicht vergessen werden. Ob Homeoffice oder angemessener Gesundheitsschutz bei der Waldarbeit – auch in Sachen 'Corona' gestalten wir mit. Insbesondere über den BPR-/HPR-Forsten. Danke, Kollege Siegfried Rohs!"