Forstwirtschaft und Naturschutz


450 Azubis auf der Warnstreikparade


© IG BAU (Gunther Häberlen)
Mannheim, 15.03.2014
Nach der ersten gescheiterten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst gingen die Auszubildenden des Rhein-Neckar-Kreises bundesweit als Erste auf die Straße. Dank guter Zusammenarbeit mit den Ausbildern konnten waren dabei auch Forstwirt-Azubis der Ausbildungsstellen Neckargemünd-Kriegsmühle (Landkreis Rhein-Neckar und Stadt Heidelberg) sowie Schwarzach (Landkreis Neckar-Odenwald).

Entschlossen und lautstark zogen die Azubis vom Gelände des Mannheimer Universitätsklinikums (UMM) über das Gewerkschafthaus, die Planken bis zum Willy-Brandt-Platz. Mit Infoflyern und einem Jingle, der auf die Problematiken und die damit verbundenen Forderungen der Azubis und jungen Beschäftigten aufmerksam machte, wurde die Mannheimer Öffentlichkeit sensibilisiert.

Die Forstwirt-Azubis fordern in der jetzigen Tarifrunde TVöD für die Azubis im öD vor allem: 100.- € mehr und 30 Tage Urlaub. In der anschließenden Tarifrunde TVöD-Wald BaWü: Einstellung nach der Ausbildung, und zwar mit überproportional erhöhtem Entgelt (derzeit liegen die Forstwirt-Entgelte zu Beginn des Berufslebens mit ca. 2.000 – 2.200 € brutto unter der Armutsgrenze. Davon müssen sie dann auch noch die Arbeitsmittel (Kettensäge usw.) selbst beschaffen, also investieren – und erhalten oft nur befristete Arbeitsverträge.
Die öffentlichen Arbeitgeber handeln schändlich und verantwortungslos: aus kurzfristigem Profitinteresse setzen sie verstärkt auf (Billig-) Unternehmer und treiben den eigenen, hervorragend ausgebildeten und dringend nötigen Nachwuchs „vom Hof“.