Junge BAU


Ausbildungsreport 2013 zeigt deutliche Mängel auf


08.10.2013
Die DGB-Jugend hat ihren Ausbildungsreport 2013 veröffentlicht. Darin werden deutliche Mängel aufgezeigt. So haben die Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz zugenommen. Auch die Anzahl von Azubis, die Überstunden ohne Ausgleich arbeiten müssen, liegt auf einem zu hohen Niveau. Und es zeigt sich: der Ausbildungsmarkt ist gespalten. Schwerpunkte des diesjährigen Ausbildungsreports waren die Bereiche „Zugang zu einer Ausbildung“ und „Perspektiven nach der Ausbildung“.

Der Ausbildungsmarkt ist zunehmend gespalten, es bildet sich eine Zweiklassengesellschaft. Zu diesem Ergebnis kommt der achte Ausbildungsreport der DGB-Jugend. „Ein Teil der Jugendlichen, vor allem jene mit gutem Schulabschluss, profitiert von der demografisch bedingten leichten Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt. Es fällt ihnen leichter als noch vor wenigen Jahren, einen Ausbildungsplatz zu finden. Für einen Teil der jungen Menschen dagegen erhöht sich das Risiko, dauerhaft aus dem Ausbildungsmarkt ausgeschlossen zu bleiben. Deutliches Anzeichen dafür ist der hohe Anteil junger Menschen ohne qualifizierenden Berufsabschluss. Dieses Problem wird uns in einigen Jahren in einer immer älter werdenden Gesellschaft, einholen“, erklärte DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller.

Der Ausbildungsreport spiegelt wider, was vor einigen Jahren bereits im nationalen Bildungsbericht erkannt wurde: annähernd die Hälfte der Ausbildungsberufe ist für Menschen mit unteren Bildungsabschlüssen „faktisch abgeschottet“. Junge Menschen mit Hauptschulabschluss, die diese faktische Abschottung bereits verinnerlicht haben, ziehen bestimmte Berufe für sich gar nicht mehr in Betracht.

Ernüchterndes Ergebnis: Fast jeder vierte Auszubildende erlernt einen Beruf, den er nicht will.