Forstwirtschaft und Naturschutz


Beamtinnen/Beamte und Angestellten in Forst und Naturschutz: Bundeskonferenz

IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Harald Schaum (Zweiter von links) gratuliert Volker Diefenbach zur Wahl.
IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Harald Schaum (Zweiter von links) gratuliert Volker Diefenbach zur Wahl. © IG BAU (Hartmut Brügel)
03.04.2013
Am 28. Februar eröffnete Volker Diefenbach für das Präsidium mit Harald Schaum und Jörg Müller die Konferenz, die parallel zu der Bundesfachgruppenkonferenz Forstwirtschaft stattfand.Der Konstituierung folgte der Geschäftsbericht des Vorstandes mit anschließender Aussprache. Die Schwerpunkte waren:
  • Engere Zusammenarbeit zwischen Bundesfachgruppenvorstand Forstwirtschaft und der Bundesvertretung Beamtinnen/Beamten und Angestellten in Forst und Naturschutz.
  • Einbindung der IG BAU in die Arbeit des Präsidiums des Deutschen Forstwirtschaftsrates und der Zertifizierungssysteme.
  • Positionspapiere zu Biodiversität, Windkraft im Wald und Flächenstilllegungen.
  • Weiterentwicklung der Tarifverträge des öffentlichen Dienstes, Entgeltordnungen und Vorschläge zur moderneren 0rganisation von Forstbetrieben „Team statt Hierarchie“. Das zweijährige Projekt „Team statt Hierarchie“ wurde mit gemeinsamen Beschlüssen der Bundesfachgruppe und der Bundesvertretung zum Abschluss gebracht und das Konzept in Ansätzen in die Praxis umgesetzt.
  • Die „Frankfurter Erklärung - Menschen für Wälder“ ergänzte das Internationalen Jahr der Wälder 2011.
  • Ähnliches wurde für 2013 mit dem Jahr „300 Jahre Nachhaltigkeit in der deutschen Forstwirtschaft“ begonnen und vorbereitet.
  • Die Bundesvertretung hat die Interessen der gewerkschaftlich organisierten Beamtinnen/Beamte in Forst und Naturschutz vorrangig durch die Mitarbeit in der DGB-Bundeskommission für Beamtinnen und Beamte (BkBB) vertreten.
  • Eine engere Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Forstleute (BDF) auf Bundesebene wurde auf den Weg gebracht.

Volker Diefenbach zog das Fazit: Die Bundesvertretung Beamtinnen/Beamte und Angestellte in Forst und Naturschutz gibt der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in ihrem Fachbereich ein Gesicht. Sie wird von Außenstehenden/Politik anerkannt und ist innerhalb der IG BAU eigenständig arbeitsfähig. Aufgrund der föderalen Struktur verhandeln die Landesvertretungen direkt mit den Ländern. Bundes- und Landesvertretungen kommen mehr zum Agieren, statt nur reagieren zu können, denn: „Wer sich zurückzieht, überlässt anderen das Feld.“

Die Wahlen mit offener Abstimmung zum Vorsitzenden erneuerten das Mandat für Volker Diefenbach und dessen Stellvertreter Jörg Müller.

Die Anträge an die Bundeskonferenz wurden intensiv diskutiert, gegebenenfalls geändert und beschlossen.

Ein Initiativantrag wurde eingebracht und als „Entschließung 300 Jahre Nachhaltigkeit“ zur Verpflichtung zur naturnahen Forstwirtschaft, Schutz des Waldes und nachhaltigen Personalpolitik verabschiedet.

Es folgte der Vortrag des IG BAU-Fachreferenten Michael Schmitt über die aktuelle Tarifpolitik für den Forstbereich: Erfreulich ist die Wiederaufnahme von Berlin in die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) 18 Jahre nach dem Ausscheiden, weil Berlin im Alleingang die stufenweise Angleichung der Ost-West-Gehälter in der Stadt vorangetrieben hatte. Mit Übergangsregelungen wird spätestens ab 2017 das gleiche Entgelt bezahlt wie in den anderen Bundesländern – mit Ausnahme Hessens, das jetzt alleine außerhalb der TdL steht.

Die bekannten Forderungen an die TdL in der laufenden Tarifrunde wurden von der Gegenseite im Wesentlichen als sachlich begründet anerkannt, aber mit dem Hinweis auf die verfassungsrechtlichen Schuldenbremsen abgelehnt. Es wurde kein Arbeitgeberangebot vorgelegt.

Die Gewerkschaften haben daraufhin zum Warnstreik aufgerufen und hoffen so, Bewegung in die Verhandlungen bringen zu können.

Für Hessen gelten die gleichen länderspezifisch ergänzten Forderungen. Aber vor Entscheid auf TdL-Ebene will das Land sich offensichtlich nicht bewegen. Wichtig ist weiterhin, die Entgeltordnung zum TV-H zeitnah in Kraft zu setzen.“

Auch für die Bundesforsten laufen die Verhandlungen für die Entgeltordnung. In einem besonderen Teil „Beschäftigte in der Forstverwaltung“ sollen die Entgeltgruppen 9 bis 12 aufgenommen werden. Die Entgeltgruppen 13 bis 15 bleiben im allgemeinen Teil.

Zum Abschluss und Ausblick wies Volker Diefenbach auf die Zusammenarbeit mit der Bundesfachgruppe Forstwirtschaft und gegenseitige Hinwendung zu einer gemeinsamen Branchenvertretung Forst hin.

Ein Beitrag unseres Kolleen Hartmut Brügel

Die Bundesvertretung Beamtinnen/Beamte und Angestellte in Forst und Naturschutz

Volker Diefenbach.
© IG BAU (Kalle Meyer)

Vorsitzender: Volker Diefenbach (Hessen)

Stellvertreter: Jörg Müller (Brandenburg)

Weitere Mitglieder: Corinna Abraham (Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern), Christoph Ferdinand (Rheinland-Pfalz), Ingo Fritzsche (Sachsen-Anhalt), Bernd Fröhlich (Thüringen), Michael Kisiel (Sachsen), Fred Koch (Saarland), Wolfgang Korn (Berlin), Peter Martensen (Niedersachsen), Andreas Schlegel (Bayern), Reinhard Schulte (Schleswig-Holstein und Hamburg), Martin Schwenninger (Baden-Württemberg) und Peter Wicke (Nordrhein-Westfalen).