Landwirtschaft


EFFAT: Zwei Millionen neue Arbeitsplätze sind möglich

Peter Holm (links), EFFAT-Präsident des Agrarsektors, mit Natascha Fischer, IG BAU-Bundesjugendsekretärin und frisch gewählte EFFAT-Jugendpräsidentin, und Holger Bartels, Präsident der Region Deutschland-Österreich-Schweiz.
Peter Holm (links), EFFAT-Präsident des Agrarsektors, mit Natascha Fischer, IG BAU-Bundesjugendsekretärin und frisch gewählte EFFAT-Jugendpräsidentin, und Holger Bartels, Präsident der Region Deutschland-Österreich-Schweiz. © Peco Institut (Inge Bieler)
26.06.2014
Anlässlich der Jahresversammlung der europäischen Landarbeitergewerkschaften am 24. und 25. Juni im österreichischen Villach präsentierte EFFAT-Agrarpräsident Peter Holm eine Studie seines Verbandes über die Möglichkeiten zur Schaffung von über zwei Millionen neuen Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft der Europäischen Union.

Es sei an der Zeit, die Landwirtschaft und die ländlichen Räume als wichtige Elemente zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme Europas zu begreifen. Wer Jugendarbeitslosigkeit und Armut in ländlichen Räumen bekämpfen wolle, dem stünden viele Instrumente zur Verfügung. Diese müssten nur zielgerecht eingesetzt werden, um den ländlichen Bevölkerungen und den dort arbeitenden Menschen Perspektiven zu geben.

In der Studie weisen die Autoren die Möglichkeiten zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen nach, präsentieren gute Beispiele aus verschiedenen Mitgliedstaaten und definieren „grüne Arbeitsplätze“ aus Sicht der Landarbeitergewerkschaften. Ein Aktionsplan soll die Aktivitäten der nationalen Agrargewerkschaften zur Umsetzung dieser Forderungen koordinieren.

Auf der Jahresversammlung wurde Peter Holm von der dänischen Landwirtschaftsgewerkschaft 3F zum Präsidenten des EFFAT-Agrarsektors wiedergewählt. Ebenfalls zum Präsidenten des EFFAT-Agrarsektors wurde Antonio Perianes von der spanischen Landwirtschaftsgewerkschaft FEAGRA-CC.OO. gewählt. Der von der deutschen IG BAU kommende Arnd Spahn wird auch künftig den Sektor als Sekretär in Brüssel vertreten. Stellvertretende Präsidentin wurde Valentina Vasilionova von der bulgarischen FNSZ.

IG BAU-Bundesjugendsekretärin Natascha Fischer übt künftig das Amt der Jugendpräsidentin aus und Holger Bartels, ebenfalls IG BAU, ist Präsident für den Agrarsektor der Region Deutschland-Österreich-Schweiz.

Natascha Fischer zieht eine positive Konferenz-Bilanz: „Es war sehr spannend, die verschiedenen Ansichten und Ansätze der Gewerkschaftsarbeit In Europa kennenzulernen. Allgemein wurden die Schwierigkeiten gesehen, dass gerade die Bedeutung der Landwirtschaft abnimmt, und Europa immer mehr Industrie- oder Dienstleistungsnationen hervorbringt. Folge ist, dass Berufe in der Landwirtschaft und die Landwirtschaft selbst sprichwörtlich aussterben. Auch wenn sich die Landwirtschaft in den vergangenen 100 Jahren rapide verändert hat, so wird sie dennoch gebraucht. Vielleicht nicht mehr in den romantisch-verklärten Klein- und Kleinsthöfen, jedoch beispielsweise in Mastbetrieben und Großfarmen.“

Mitglied werden