Frauen


Es gibt noch einiges zu tun...

IG BAU-Bundesfrauenkonferenz vom 25. bis 27. März

Die Teilnehmerinnen blickten durchaus kritisch zurück, aber umso optimistischer in die Zukunft
Die Teilnehmerinnen blickten durchaus kritisch zurück, aber umso optimistischer in die Zukunft © IG BAU
29.04.2011
Die Teilnehmerinnen der IG BAU-Bundesfrauenkonferenz zogen während ihrer Tagung vom 25. bis 27. März nicht nur Bilanz, sondern setzten sich auch Ziele für die Zukunft.

Im ersten Teil der Tagung blicken die Frauen zurück auf ihre Arbeit auf Bundesebene in den vergangenen Jahren. Als Orientierung dienen die frauenspezifischen Ziele / Forderungen der Bau-Holz-Internationale (BHI):
Visibility: sich organisieren, als Gruppe auftreten und damit öffentlich sichtbar sein.
Empowerment: sich gegenseitig stärken, an Kraft und Macht gewinnen
Gender Equality: Gleichstellung von Männern und Frauen.

Bezogen auf die IG BAU Frauenpolitik ergeben sich daraus folgende Fragen: Was hat sich in den vergangenen Jahren positiv verändert? Worauf sind wir stolz? Bei welchen Zielen sind wir weitergekommen, wo waren wir erfolgreich?

Die Frauen in der IG BAU sind sichtbarer, selbstbewusster und besser geschult als früher. Es gibt einen höheren Frauenanteil in der Organisation, sowohl bei der Mitgliederanzahl als auch in den Gremien und Vorständen. Die Frauen sind in der Organisation anerkannt. Viele Kolleginnen sind gut vernetzt und verhalten sich untereinander solidarisch.

Die Bildungsarbeit läuft sehr gut. Die Teamerinnen werden gut angenommen und gerne für verschiedene Veranstaltungen eingesetzt. Unterschiedliche Kompetenzen werden wahrgenommen und genutzt.


Wo sind wir nicht weitergekommen, woran müssen wir verstärkt arbeiten?
Die Einkommensunterschiede sind immer noch zu groß. Eine Angleichung der Löhne ist nicht nur für Frauen und Männer, sondern auch für Ost und West nötig. Zudem ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht gewährleistet und immer noch ein Frauen-Thema. Die Elternzeit wird fast ausschließlich von Frauen geleistet. Dabei ist der Anteil der Frauen in Führungspositionen zu gering.

Die IG BAU Frauen zeigen zu wenig Präsenz in den Betrieben. Die Frauenarbeit sollte mehr in die Betriebe getragen werden, damit mehr neue Frauen erreicht werden. Aktuell gibt es zu wenige Frauen in den Neumitgliederseminaren.


Zukünftige Planung / Ziele bis 2014.
Bisher gab es auf Bundesebene im wesentlichen Seminare, Aktionstage und Öffentlichkeitsarbeit. Dies sollte grundsätzlich so fortgeführt werden.

  • Neues Schwerpunkt-Thema ab 2012
  • Frauenarbeit in den Regionen stärken und unterstützen
  • Themen zur Ermutigung neuer Frauen wieder vermehrt anbieten, wie zum Beispiel Kommunikation, Schlagfertigkeit, Rhetorik
  • Coaching für Betriebsratsfrauen
  • Gemeinsame Veranstaltungen mit den Jungen GewerkschafterInnen durchführen und gezielt junge Frauen ansprechen („Sekt statt Bier“)


Es gibt ein neues Quali- Programm, das nicht für die Ausbildung von Teamerinnen, sondern als Coaching für Frauen konzipiert ist. Es richtet sich an Frauen, die in der IG BAU bereits sehr aktiv sind oder aktiver werden möchten, eventuell Frauen, die zukünftig der Bundesfrauenkonferenz angehören.


Regionale Frauenarbeit

  • Mehr finanzielle Unterstützung für die Bildungsarbeit in den Regionen
  • Vernetzung der Bezirksfrauen-Arbeitskreise
  • Junge Leute können eher über Projektarbeit, nicht über Gremienarbeit, gewonnen werden
  • Finanzierung der Bildungsarbeit sicherstellen (ein Euro pro Mitglied)
  • Vorschläge für Seminarthemen: Schlagfertigkeit, effiziente Sitzungsleitung, nach uns die Zukunft, Familie und Beruf, Ausbildung und Studium
  • Als Wunsch ein gemeinsames Seminar mit der Jugend, Frauen- und Jugendforum, Aktions-Workshop




Bildungsarbeit

  • Einsteigerseminare für Frauen: Inhalte, Struktur der IG BAU - Wer macht was, wo kann ich mich einbringen? Der Teamerinnen- Arbeitskreis soll ein spezielles Einsteigerseminar für Frauen konzipieren
  • Konferenz für Betriebsratsfrauen - Netzwerke, Multiplikatorinnen für IG BAU -Frauengruppen in den Bezirksverbänden
  • Bildungsangebote besser bekannt machen, zum Beispiel den neuen Frauen die Bildungsangebote mit dem Begrüßungsschreiben schicken
  • Wie spreche ich neue Mitglieder an?
    Rede- und Argumentationshilfe „Ich bin IG BAU – Mitglied, weil ...“
  • Seminare für Frauen im Betriebsrat nach §37.6 BetrVG




Öffentlichkeitsarbeit

  • Stärkere Einbindung der Frauenarbeit im Internet, zum Beispiel Ankündigung / Einladung der Bundesfrauenkonferenz
  • Frauenthemen auf Youtube oder Facebook
  • Nutzung regionaler Radiosender
  • Peppige Berichte und Ankündigungen in den Medien
  • Themen jugendgerecht aufmachen
  • Frauenflyer zur Verteilung durch GewerkschaftssekretärInnen in den Betrieben anbieten



Ein Bericht unserer Kollegin Angelika Müller

Mitglied werden


Kontakt

Sylvia Honsberg
Bundesfrauensekretärin
IG BAU-Bundesvorstand VB IV, Gebäudereiniger-
handwerk und Bildung
Frauenreferat
Olof-Palme-Str. 19
60439 Frankfurt/ Main
mailto: frauen@igbau.de
Sekretariat

Marion Fahrenbruch
IG BAU-Bundesvorstand VB IV, Gebäudereiniger-
handwerk und Bildung
Olof-Palme-Str. 19
60439 Frankfurt/ Main
mailto: frauen@igbau.de