Bundesjugendkonferenz 2013


Junge BAU besorgt über Altersarmut


© IG BAU
15.03.2013
Die Nachwuchsorganisation der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) blickt mit Sorge auf die Zukunft der jungen Generation. Viele junge Kolleginnen und Kollegen wissen nicht, wie es nach der Ausbildung für sie weiter geht, stehen vor einer unsicheren Zukunft. Und sie sehen die Gefahr der Altersarmut. Sie ist real, wissen viele Jugendliche aus ihrem familären Umfeld. Deswegen fordern sie ein solidarisch finanziertes Rentensystem, den abschlagsfreien Übergang in die Rente nach 44 Versicherungsjahren und die Einführung eines Renten-Euros.

Auf der Bundeskonferenz der Jungen BAU vom 15. bis 17. März 2013 in Steinbach (Ts.) vertretenen über 100 Delegierte fast 30.000 jugendliche Gewerkschafter.

In weiteren richtungsweisenden Anträgen wird es auch um die Frage von unbefristeten Arbeitsverhältnissen und zivilen Ungehorsam gehen.

„Wir setzen alles daran, dass die jungen Menschen nicht Opfer einer fehlgeleiteten Krisenpolitik werden. Im Moment sieht es so aus, dass die junge Generation abgehängt wird. Jugendarbeitslosigkeit und befristete Arbeitsverhältnisse sind im Vergleich deutlich höher als in anderen Altersgruppen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der IG BAU, Robert Feiger. Feiger ist im Bundesvorstand der IG BAU zuständig für die Junge BAU.

Der Bundesvorsitzende der IG BAU, Klaus Wiesehügel, betont im Vorfeld der Konferenz die Wichtigkeit der Jungen BAU: „Wir nehmen unsere jungen Leute sehr ernst. Sie sind für uns Ideengeber.“

Zur Eröffnung der 20. Bundesjugendkonferenz werden zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland erwartet. Darunter die Chefs der Sozialkassen, Gewerkschaftsvertreter und der Generalsekretär der Bau- und Holzarbeiterinternationalen (BHI) aus Genf. Die Konferenz der findet alle vier Jahre statt und ist das höchste Beschlussorgan der Jungen BAU.