Junge BAU


Politik und Party – das war das Global Young Workers Festival in Maierhöfen


© alle Fotos: GEW (Patrick Reymann)
16.06.2013
Das war’s: Am Samstag Abend endete das „Global Young Workers Festival“ in Maierhöfen, zu dem die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) eingeladen hatte. Drei Tage lang waren 400 junge Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus allen Teilen der Welt zusammengekommen, um sich auszutauschen und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Das Motto: „Let’s go! Build the Future“. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) war als Mitgliedsgewerkschaft der BHI auf dem Festival vertreten.

Zur Eröffnung erinnerte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel, der auch Präsident der BHI ist, daran, dass ein vergleichbares Festival zuletzt vor mehr als 30 Jahren organisiert wurde. „Die damaligen Teilnehmer sind sich seitdem immer wieder begegnet“, sagte Wiesehügel. Den Anwesenden wünschte er, dass sich auch aus den Begegnungen auf dem diesjährigen Festival Freundschaften entwickeln, die ein Leben lang halten.

Um sich kennenzulernen, boten sich den Teilnehmern viele Gelegenheiten. Auf der „Party Mondial“ am Freitag zeigten die Festivalgäste ihre traditionelle Landeskleidung, Gesänge und Tänze. Auch sonst gab es mit Sport, informellem Austausch und Ausflügen in die Region ein vielseitiges Rahmenprogramm.

In den zahlreichen Seminaren und Workshops kamen die Gäste aus mehr als 70 Ländern miteinander ins Gespräch. In einem der Workshops diskutierten die Mitwirkenden über die Macht multinationaler Konzerne aus China und Indien. In anderen Workshops wurden Themen, wie Organisationstechniken für junge Gewerkschafter, der Kampf gegen HIV/AIDS oder die schwierige Situation internationaler junger Frauen im Beruf, diskutiert.

Wie gefährlich die Gewerkschaftsarbeit in vielen Ländern sein kann, erfuhr Bundesjugendvorsitzender Harry Gosch aus erster Hand von Festival-Teilnehmern. „In anderen Ländern haben Gewerkschafter nicht immer die Möglichkeit, einfach in Betriebe zu gehen und die Kollegen zu organisieren. Selbst bei Demonstrationen brauchen sie Polizeischutz“, sagte Gosch.

Am Samstag kamen die Teilnehmer zu einer Globalen Jugendkonferenz zusammen. Gemeinsam verabschiedeten sie eine Resolution, in der sie unter anderem eine weltweite Anerkennung der Gewerkschaften, gute Arbeitsbedingungen und Zugang zu Berufsausbildungen für junge Beschäftigte, grenzübergreifende Tarifverträge und Schutz vor Diskriminierung forderten.

Dazu kam der Wunsch, dass die jungen Gewerkschafter mehr Einfluss innerhalb ihrer Organisationen ausüben sollten. „Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass unsere weltweite Gewerkschaftsbewegung an Stärke gewinnt“, heißt es in der Resolution.

Wie wichtig die Jugend für die Gewerkschaften ist, brachte Klaus Wiesehügel auf den Punkt: „Ihr seid der Garant dafür, dass die Gewerkschaften eine Zukunft haben“, gab er den Festival-Teilnehmern mit auf den Weg.

Ein Artikel unseres Volontärs Julian Fath.