Gebäudereinigung


Putz in Gelsenkirchen: Arbeitsgericht verbietet "Kopfgeld"


© Peter Köster
10.03.2016
Das Arbeitsgericht Gelsenkirchen hat gestern in einem Eilverfahren zugunsten der IG BAU entschieden, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern keine Prämien dafür anbieten dürfen, dass sie aus der Gewerkschaft austreten. Die Stölting Care & Service GmbH hatte ihren Beschäftigten 50 Euro versprochen, falls sie die Mitgliedschaft in der IG BAU kündigen.

Dazu wurde eine vorformulierte Austrittserklärung überreicht. Dagegen klagten die Anwälte der IG BAU erfolgreich beim Arbeitsgericht Gelsenkirchen. Die Fa. Stölting darf den Gewerkschaftsauftritt nicht durch Prämien oder andere finanzielle Vorteile belohnen. Sollte sie dagegen verstoßen, drohen ihr Ordnungsgelder bis zu 250.000 €.

Die Richter sprachen von einem "massiven Verstoß gegen das Grundrecht auf Koalitionsfreiheit".

Selten hat es im Gelsenkirchener Arbeitsgericht einen so vollen Saal bei einer Verhandlung gegeben. Viele Kolleginnenund Kollegen protestierten vor dem Arbeitsgericht gegen die Praktiken ihres Arbeitgebers - und begleiteten die Verhandlung. nehmenwaren bei der Verhandlungo wie gestern Applaus, als Richterin Ulrike Groeger der IG BAU in allen Punkten recht gab.

Sehr treffend dazu der Kommentar von Klaus Johann in der WAZ

© IG BAU (Jürgen Rümmler)
© IG BAU (Jürgen Rümmler)
© IG BAU (Jürgen Rümmler)
© Peter Köster

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