Frauen


Symbol für gleichberechtigte Teilhabe: Die roten Schuhe der IG BAU-Frauen


© IG BAU
11.09.2011
In meinem Elternhaus sorgte mein Vater für das nötige Geld, und meine Mutter kümmerte sich um die ­Familie. Zu dieser Zeit war das eine übliche Verteilung der Aufgaben. Heute habe ich selbst eine Familie, und bei uns sieht es anders aus. Mein Mann und ich sind beide erwerbstätig und übernehmen gemeinsam die Familienaufgaben. Das ist manchmal schwieriger als die klare Rollentrennung, aber wir wollen beide Beruf und Privatleben.

Unsere Form des Zusammenlebens wünschen sich viele Paare. Häufig scheitern sie aber an ungleichen Einkommen, unterschiedlichen Karrierechancen und mangelnden Angeboten für Kinder. Bislang herrscht in den meisten Betrieben das traditionelle Rollenbild vor: Männer, die alles für ihren Beruf geben, und Frauen, die ihnen dafür den Rücken von allen anderen Aufgaben freihalten. Männliche Machtspiele und Hierarchiedenken bestimmen die Unternehmenskultur und die personellen Entscheidungen.

Dieses Bild orientiert sich an der Vergangenheit. Da verzichten ein Großteil der Unternehmen auf die Potenziale einer hervorragend ausgebildeten Frauengeneration, nur um am Gewohnten festzuhalten. Offensichtlich ist die Angst vor Veränderung sehr groß.

Mit dem roten Schuh setzen wir symbolisch einen Fuß in die Türen der Führungsebenen bis hin zu den Vorständen oder Aufsichtsräten. Gleichberechtigte Teilhabe beinhaltet gute Chancen – sowohl für Frauen als auch für Männer.

Wie kriegen Frauen einen Fuß in die Tür? Alle Ratgeber für erfolgreiche Frauen sagen dazu: Fachliche Kompetenz ist grundsätzlich eine wichtige Voraussetzung. Dazu kommen aber auch selbstbewusstes Auftreten, gute Kontakte und Mentoren, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und kluge Strategien im Umgang mit der betrieblichen Kultur. Genauso wichtig ist ein Umdenken in den Betrieben: Unterschiede sind durchaus bereichernd, und es ist höchste Zeit, den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus zu weiten.

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) stärkt mit ihren Seminarangeboten Frauen den Rücken für ihre betriebliche Arbeit. Für alle engagierten Kolleginnen gibt es Weiterbildung sowohl auf der Bundesebene als auch in etlichen Regionen der IG BAU. Gleichzeitig diskutieren die IG BAU-Frauen notwendige Veränderungen auf gesellschaftlicher Ebene, um die Zukunft verantwortlich zu gestalten.

Ein Beitrag von Bärbel Feltrini, Bundesvorstandsmitglied der IG BAU, in der September-Ausgabe 2011 der IG BAU-Mitgliederzeitschrift "Der Grundstein/Der Säemann.

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Kontakt

Sylvia Honsberg
Bundesfrauensekretärin
IG BAU-Bundesvorstand VB IV, Gebäudereiniger-
handwerk und Bildung
Frauenreferat
Olof-Palme-Str. 19
60439 Frankfurt/ Main
mailto: frauenE-Mail-Adresseigbau.de
Sekretariat

Marion Fahrenbruch
IG BAU-Bundesvorstand VB IV, Gebäudereiniger-
handwerk und Bildung
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