Senioren


Tariftreue und Mindestlohn mit Effekt


© IG BAU (Leopold Pilz)
08.09.2015
Was hat der gesetzliche Mindestlohn und das Tariftreue- und Vergabegesetz für Niedersachsen gebracht? Dies ist nur eine der wenigen Fragen, welche am Anfang Juli in Braunschweig bei einer Podiumsdiskussion mit rund 100 Teilnehmern geklärt wurde.

Eine Antwort auf die drängenden Fragen fanden Bundestags- und Landtagsabgeordnete der SPD, CDU, FDP, Linkspartei und den Grünen.

Stellvertretend für die FDP äußerte sich Jörg Bode, welcher ein vereinfachtes Gesetz fordert. Darüber hinaus sollte man den Mindestlohn nach Regionen und Branchen staffeln, Missbrauch sollte angezeigt werden.

Auch Carsten Müller, Vertreter der CDU, hält es für wichtig, Missbrauch nachzugehen, und legt sein Augenmerk auf die Kontrollen. Falls bei den Kontrollen Missbrauch festgestellt wird, sollten die Gewerkschaften vom Verbandsklagerecht Gebrauch machen.Außerdem bringt Müller zum Ausdruck, dass die Arbeitsplätze keinesfalls vernichtet werden dürfen.

Für die vermehrten Kontrollen wünscht sich die Bundestagsabgeordnete der SPD, Carola Reimann, eine entsprechende personelle Aufstockung für die Behörden. Außerdem sollten Firmen, die sich nicht an das Tariftreue und Vergabegesetz halten, nicht gefördert werden.

Dieser Meinung ist auch Jutta Krellmann, Vertreterin der Linkspartei. Ihrer Meinung nach, sollte das Tariftreue- und Vergabegesetz überall und ohne Ausnahmen gelten. Dies könnte verhindern, dass Konkurrenz über Löhne ausgetragen wird.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Tariftreue- und Vergabegesetz sowie der gesetzliche Mindestlohn einiges für Niedersachsen bringt.

Laut dem IG BAU-Bezirksvorsitzenden Karl-Heinz Ehrenberg gibt es eine erhöhte Beschäftigung und weniger Arbeitslosigkeit. Außerdem wirken sich die Gesetze positiv auf die Wirtschaft aus, sodass ein Kaufkraftzuwachs sowie ein Wachstum des Bruttonlandprodukts zu erwarten seien.

Ein Beitrag unseres Kollegen Leopold Pilz.

Mitglied werden