Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz


Wer im Freien arbeitet, muss sich schützen


© IG BAU
03.07.2015
Die Hitzewelle rollt: Wer sich nicht ausreichend vor Hitze und UV-Strahlen schützt, dem drohen Hitze- und Hautschäden. Dann steigt sogar das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, denn ungehindert einwirkendes UV-Licht schwächt den körpereigenen Schutz.

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) sowie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) haben einige Tipps zusammengestellt - und auch die IG BAU bietet unter dem Motto "Hautkrebs - nein Danke" Aufklärung:

Körperlich anstrengende Arbeiten in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Nachmittag verlegen und - wenn möglich - Arbeiten in der prallen Sonne vermeiden. Zusätzliche Pausen einlegen (je Stunde circa 5 Minuten) und viel trinken.

Da die Beschäftigten, die im Freien arbeiten, aber oft nicht vermeiden können, sich in der prallen Sonne aufzuhalten, sollten sie möglichst wenig Hautfläche den UV-Strahlen der Sonne aussetzen. Das kann durch lange Hosen, lange Oberbekleidung, geschlossene Schuhe und eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe erreicht werden.

Für Hautflächen, die nicht durch Kleidung geschützt werden können, zumeist im Gesicht, sind Sonnenschutzmittel mindestens mit Lichtschutzfaktor 30 geeignet. UV-Schutzbrillen sollen den Europäischen Normen EN 166 oder EN 172 genügen.

Aber auch die Hitze darf nicht unterschätzt werden. Bei hohen Temperaturen ist es besonders wichtig, viel zu trinken. Zwei bis drei Liter am Tag sollten es mindestens sein. Geeignet sind Mineralwasser, Früchtetee oder Fruchtschorle. Kaffee, schwarzer Tee oder gar Alkohol sind keine gute Wahl.

Wenn es geht, sollte für gute Belüftung der Arbeitsbereiche und für Abdeckungen, etwa mit Sonnenschirmen oder Sonnensegeln, gesorgt werden. Sinnvoll sind Baumaschinen und Fahrzeuge mit Klimaanlage. Und ihre Pausen sollten die Berufstätigten im Schatten verbringen.

Wenn es trotz aller Vorsicht zu einer Hitzeerkrankung kommt, müssen Betroffene sofort in den Schatten gebracht werden. Bewusstlose sind in die stabile Seitenlage zu legen, ansonsten ist der Kopf leicht erhöht zu lagern und mit feuchten Tüchern zu kühlen. Besonders wichtig: Rettungsdienst alarmieren.