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Gerüstbauer-Handwerk: Arbeitgeber provozieren das Scheitern der Verhandlung

Gerüstbau
20.08.2020
Handwerk am Bau

In der zweiten Tarifverhandlung am 17. August 2020 haben die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, das in keinster Weise eine Empfehlung für die Attraktivität der Branche ist und provozieren so das Scheitern der Tarifverhandlung.

Das Angebot würdigt nicht annähernd die Leistungen, die die Gerüstbauer*innen während der Pandemie erbracht haben und ist so weit von einem Kompromiss entfernt, dass davon ausgegangen werden muss, dass auch eine dritte Verhandlung keine Einigung bringen könnte.

Das "Angebot" der Arbeitgeber:

  • Lohnerhöhung um 1,75 Prozent für eine Laufzeit von 14 Monaten
  • "Corona-Prämie": Einmalzahlung von 250 Euro – nicht tabellenwirksam
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 50 Euro/Monat im ersten, 60 Euro/Monat im zweiten und 70 Euro/Monat im dritten Ausbildungsjahr
  • Keine bezahlte Freistellung der Azubis zwischen Weihnachten und Neujahr

Wie geht es weiter?

  • Informiert Eure Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben  intensiv über die Situation, um diese ungewöhnliche Tarifrunde doch noch erfolgreich zu gestalten.
  • Es kommt auf alle an, auch auf diejenigen, die noch keine IG BAU-Mitglieder sind.
  • Zeigt, dass Ihr hinter Euren Forderungen und Eurer IG BAU steht.
  • Unterstützt Eure Verhandlungskommission.