Gerüst
25.06.2020
Handwerk am Bau

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Gerüstbauer-Handwerk haben an Fahrt aufgenommen: beide  Tarifvertragsparteien haben die wirtschaftliche Gesamtsituation bewertet – kommen jedoch zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen:

Die Arbeitgeber sehen für das Gerüstbauer-Handwerk  tiefschwarze „Corona-Wolken“ aufziehen. Zurzeit gebe es zwar noch Aufträge, aber sie werden weniger. Für die Zukunft erwarten sie „extreme Schmerzen“ und „wenig Luft zum Atmen“.

Das Arbeitgeberangebot:

  • Keine Erhöhung der Löhne vom 1. August 2020 bis 31. Januar 2021, stattdessen die Fortführung der Regelung zum 13. Monatseinkommen, Erhöhung auf 120 Tarifstundenlöhne für 2020.
  • 1 Prozent mehr Lohn vom1. Februar 2021 bis 31. Juli 2021.
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 25 Euro/Monat im 1., 35 Euro/Monat im 2. und 50 Euro/Monat im 3. Ausbildungsjahr.
  • Keine bezahlte Freistellung der Azubis zwischen Weihnachten und Neujahr.

Die IG BAU fordert:

  • Erhöhung der Löhne um 180 Euro/Monat.
  • Bezahlte Wegezeit von und zur Baustelle.
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen für jedes Ausbildungsjahr um 100 Euro/Monat.
  • Bezahlte Freistellung der Auszubildenden zwischen Weihnachten und Neujahr.

Die Tarifgespräche werden am 17. August in Frankfurt am Main fortgesetzt.