ulrike laux
© IG BAU (Alexander Paul Englert)
05.03.2020
Pressemitteilungen 2020

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert mehr Wertschätzung und bessere Entlohnung der Arbeit von Frauen. Anlässlich des internationalen Frauentags am kommenden Sonntag, 8. März, ruft die IG BAU zudem dazu auf, sich an Aktionen für Gleichstellung sowie für Umwelt und Frieden zu beteiligen und gleichzeitig gegen Gewalt an Frauen, Rassismus und Rechtspopulismus zu protestieren

„Der Frauen*Streiktag am 8. März steht unter dem Motto #fairgüten, das heißt die IG BAU-Frauen setzen das Thema Tarifpolitik ganz oben auf die Agenda. Klar ist nämlich, da wo Tarifverträge und Mitbestimmung im Betrieb gelebt werden, werden Frauen gerechter behandelt. Das beweist: Es geht doch!“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux. „Die Tarifbindung muss steigen, und die bestehenden Tarifverträge müssen eingehalten werden. Es widerspricht eklatant der Vorbildfunktion des Staates, dass über die Einhaltung der Tarifverträge bei öffentlicher Vergabe immer noch diskutiert werden muss. Dabei ist es eine Selbstverständlichkeit: Wer vom Staat Geld haben will, muss helfen, dessen Zielen umzusetzen. Eins der wichtigsten Ziele ist laut Grundgesetz die Gleichbehandlung von Mann und Frau. Diese wird am Arbeitsplatz nicht zuletzt durch Tarifverträge und Mitbestimmung garantiert.“

Die Frauen in der IG BAU fordern zudem die gerechte Verteilung von Arbeit über alle Stufen der Karriereleiter sowie von unbezahlter Arbeit. Sie wollen eine 30-Stunden-Woche als generelle Vollzeit Erwerbsarbeit, damit noch Zeit für andere wichtige gesellschaftliche Aufgaben bleibt. Sogenannte Frauenberufe müssen deutlich aufgewertet werden. In diesen erhalten laut WSI-Studie ein Viertel der Vollzeitbeschäftigten weniger als 2000 Euro brutto im Monat. Bei männerdominierten Berufen sind es lediglich 14 Prozent. Dies sowie weitere Benachteiligungen von Frauen führen am Ende zu einer Altersarmut, die insbesondere Frauen betrifft.