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9. Bundesseniorenkonferenz der IG BAU in Steinbach/Taunus

Gruppenfoto der Teilnehmer*innen der 9. Bundesseniorenkonferenz
(Foto: IG BAU) Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 9. Bundesseniorenkonferenz.
09.04.2026
Senioren

Vergangenheit nutzen – Zukunft gestalten – Füreinander da sein. So lässt sich die Arbeit der Seniorinnen und Senioren der IG Bauen-Agrar-Umwelt am treffendsten umreißen, die in der zurückliegenden Wahlperiode seit 2022 geleistet wurde. Hier zeigt sich deutlich, dass Zusammenhalt kein Alter kennt.

Vom 24. bis 26. März 2026 fand zum neunten Mal eine Bundeskonferenz der Seniorinnen und Senioren in der IG BAU statt. Sie sind mit 45 942 Mitgliedern eine große Gruppe in unserer Gewerkschaft, die in allen Bereichen erwerbstätig waren und eine große fachliche Kompetenz vereinen. An der 9. Bundesseniorenkonferenz nahmen 39 Delegierte und 17 Gäste teil. Unter ihnen Ulrike Laux, Mitglied des IG BAU Bundesvorstandes, verantwortlich für Dienstleistungen – Frauen – Gleichstellung und für die Seniorinnen und Senioren seit 2013 zuständig.

Mit Senior*innen geht es besser

Ulrike Laux lobte in ihrer Rede die ehrenamtliche Arbeit der Seniorinnen und Senioren. Sie habe einen großen Anteil an der Haltearbeit. Wichtig sei aber auch, dass Spaß und Freude im Ehrenamt nicht zu kurz kommen. Seit September 2024 haben die IG BAU Senioren im Beirat einen Platz mit Stimmrecht. Darum wurde lange gerungen; es zeigt aber auch, dass sich der Kampf gelohnt hat.

Wichtiges Thema bleibt bezahlbares Wohnen. Gegenwärtig schreitet die Preisentwicklung schneller voran, als mit Tarifverträgen ein Ausgleich geschaffen werden kann. Ulrike Laux machte auf ein weiteres Problem aufmerksam: Aktuell arbeiten nur noch 48 Prozent der Beschäftigten nach Tarifvertrag. Die Auswirkungen prekärer Vergütung der Arbeit machen sich später in der Rentenhöhe bemerkbar. Deshalb bleibt es weiterhin eine Aufgabe, Mitglieder zu gewinnen. Denn starke Gewerkschaften sind besser in der Lage, gute Tarifergebnisse zu erzielen.

Ulrike Laux hält einen Redebeitrag
(Foto: IG BAU) Ulrike Laux, als Bundesvorstandsmitglied der IG BAU auch für die Senioren zuständig.

Der neugewählte Bundesseniorenvorstand

Gruppenfoto des neugewählten Bundesseniorenvorstands
(Foto: IG BAU)

Die neu in den IG BAU Regionen bestimmten Mitglieder des Bundesseniorenvorstandes, von links nach rechts: Karl-Heinz Madlung (Sachsen), Karl-Günter Ziesmer (Weser-Ems), Hans-Jürgen Klau (Rheinland-Pfalz-Saar), Rainer Wahl (Hessen), Bernd Unbescheid (Thüringen/Sachsen-Anhalt), Werner Küffner (Franken), Robert Schneider (Baden-Württemberg), Peter Behrendt (Bayern), Ulrich Boes (Niedersachsen), Klaus-Dieter Schlipsing (Westfalen), Regina Grüneberg (Berlin-Brandenburg), Jürgen Riemer (Nord), Brigitte Blum (Rheinland).

Peter Behrendt bei der 9. Bundesseniorenkonferenz
(Foto: IG BAU) Peter Behrendt
Robert Schneider bei der 9. Bundesseniorenkonferenz
(Foto: IG BAU) Robert Schneider

In ihrer ersten Sitzung des Bundesseniorenvorstandes wurde Peter Behrendt erneut zum Vorsitzenden und Robert Schneider zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Für die Funktion als Mitglied des Gewerkschaftsbeirats wurde Peter Behrendt und als Stellvertreter Robert Schneider von der Konferenz gewählt.

Gemeinsam für unsere IG BAU

Ergebnisse der Arbeitsgruppen und der Diskussionen:

  • Verstärkte Nutzung von Social Media zur Schaffung von Aufmerksamkeit, Gewinnung von Ehrenamtlichen und Bewerbung von Veranstaltungen. Dabei können die Messenger WhatsApp oder Signal effektiv genutzt werden.
  • Sicherung einer kontinuierlichen Seniorenarbeit in den Bezirksseniorenvorständen durch Erarbeitung von Jahresarbeitsplänen und Finanzbudgets.
  • Frühzeitige Kontaktaufnahme mit Kolleginnen und Kollegen, die kurz vor Ende des Arbeitslebens stehen (Projekt 62+). Aufgezeigt werden sollten Sinn und Nutzen der Seniorenarbeit in der IG BAU und gegebenenfalls hinzugewonnene Mitglieder in die Lösung kleinerer Aufgaben einzubeziehen.
  • Um kündigende Mitglieder zum Verbleib in der IG BAU zu bewegen und neue Interessenten für ein Ehrenamt gewinnen zu können, sind Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass benötigte Kontaktdaten zeitnah zur Verfügung gestellt werden. Die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind einzuhalten.
  • Bezahlbarer Wohnraum sowie alters- und behindertengerechtes Bauen sind weitere Grundforderungen der IG BAU Senioren.
  • Gut abgesichert werden müssen Krankheit und Pflegebedürftigkeit.
  • Rente muss für alle zum Leben reichen. Angehoben oder ausgesetzt werden sollte die Beitragsbemessungsgrenze. Die Rente müsste dann ab einer bestimmten Höhe gedeckelt werden. Unsere Forderung nach einer Bürgerversicherung bleibt bestehen.

Die formulierten Forderungen bieten Orientierung für politische Gespräche, Verbandsarbeit und lokale Initiativen. Die von der Bundesseniorenkonferenz beschlossenen Anträge an den Gewerkschaftstag sind zudem Richtschnur für die Arbeit des Bundesseniorenvorstandes.

Peter Behrendt dankte allen Teilnehmern für das Vertrauen und versprach die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen. Gemeinsam mit dem Gesang von "Brüder zur Sonne, zur Freiheit" endete diese erfolgreiche 9. Bundesseniorenkonferenz.

Text: Klaus Gabor