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Eine Rente, auf die sich alle Generationen verlassen können: Das fordert die DGB-Rentenkommission

Ein älterer Mann und ein Kind gehen am Strand spazieren
(Foto: Holly Landkammer / Unsplash)
29.10.2026
Rente

Wird die Bevölkerung älter, wird auch die Alterssicherung teurer. Wer diese Last trägt, hängt vom politischen Willen ab. Die vom DGB eingesetzte Rentenkommission hat dazu jetzt ihren Abschlussbericht veröffentlicht und präsentiert einen Reformvorschlag.

Die Kommission empfiehlt, das Leistungsversprechen der Rente wieder ins Zentrum zu rücken, statt nur auf die Höhe der Beiträge zu fokussieren. Wer die Rentenfrage allein auf niedrige Beiträge reduziere, kürze letztlich die Renten – wovon ausschließlich die Arbeitgeberseite profitiere.

Im Zentrum ihres Berichts steht die Forderung, dass Rente den Lebensstandard sichern muss, den sich Beschäftigte in einem langen Arbeitsleben aufgebaut haben. Laut der Kommission des DGB ist dafür ein Nettoversorgungsniveau von 70 bis 90 Prozent notwendig. Das soll die gesetzliche Rente gemeinsam mit einer für alle Betriebe verbindlichen, vom Arbeitgeber finanzierten Betriebsrente leisten. Das gesetzliche Rentenniveau soll dafür schrittweise auf 50 und später auf 53 Prozent steigen.

Die Kosten dafür sollen nicht allein den Beschäftigten aufgebürdet werden: Die Kommission empfiehlt eine Finanzierung aus moderat steigenden Beiträgen und Bundesmitteln, die aus der Besteuerung hoher Einkommen, großer Vermögen und von Kapitalerträgen stammen. Außerdem sollen Selbstständige und Abgeordnete nach und nach mit in die Rentenversicherung einzahlen.

Länger arbeiten müssen soll niemand: Die Regelaltersgrenze soll unverändert bleiben, und wer 45 Jahre eingezahlt hat, soll auch weiterhin abschlagsfrei in Rente gehen können. Für alle, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zum Schluss durchhalten, soll der Weg in die Rente leichter werden.

Zu den Empfehlungen der DGB-Rentenkommission: dgb.de/rentenkommission

Der Endbericht als PDF zum Herunterladen: Endbericht-DGB-Rentenkommission.pdf