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IG BAU erklärt Solidarität mit Menschen in Myanmar

Myanmar
16.02.2021
Internationales

Am 1. Februar hat das Militär die Macht in Myanmar übernommen und gewählte Regierungs- und Parlamentsmitglieder verhaftet. In der Folge haben hunderttausende Menschen in Myanmar ihren Protest gegen die Militärjunta gezeigt.

Die IG BAU verurteilt den Militärputsch scharf. Sie erklärt ihre Solidarität mit all jenen Menschen, die sich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und den Schutz der Rechte von Beschäftigen in Myanmar einsetzen.

Die Militärjunta muss die Macht sofort wieder abgeben und der Demokratisierungsprozess in Myanmar muss fortgesetzt werden. Alle politischen Gefangenen müssen freigelassen und grundlegende Menschen- und Arbeitsrechte wie die Meinungs-, Organisations- und Versammlungsfreiheit respektiert werden.

Die IG BAU fordert darüber hinaus die deutsche Bundesregierung und die Europäische Union auf, ihre Verantwortung für die Demokratie in Myanmar wahrzunehmen:

  • Die Bundesregierung und die Europäische Union müssen die Militärjunta international isolieren und jedwede Zusammenarbeit mit ihr einstellen.
  • Es darf keine Rüstungslieferungen nach Myanmar geben.
  • Zielgerichtete wirtschaftliche Sanktionen gegen die vom Militär und Staat kontrollierten Unternehmen müssen verhindern, dass das Militär Einnahmen generiert.
  • Die EU und die Bundesregierung müssen demokratische Kräfte in Myanmar stützen und Menschen vor politischer Verfolgung schützen.

Die IG BAU fordert die Unternehmen in Deutschland zudem auf, ihre Lieferketten zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie keine Geschäfte mit vom Militär kontrollierten Unternehmen machen.

Die IG BAU verweist darüber hinaus auf die gemeinsame Erklärungen der Europäischen Föderation der Bau- und Holzarbeiter (EFBH) und der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) sowie auf die Erklärung der globalen Gewerkschaftsföderationen unter dem Dach des Internationalen Gewerkschaftsbundes.

IG BAU erklärt Solidarität mit Menschen in Myanmar