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Internationaler Frauentag: Ein gutes Leben für alle

IG BAU Frauen bei einer gemeinsamen Aktion in Frankfurt
(Foto: IG BAU Frauen) Für faire Arbeit und ein gutes Leben: Am 8. März auf die Straße gehen.
05.03.2026
Frauen

Der Internationale Frauentag am 8. März ist mehr als nur ein Datum – er ist ein Tag des Aufbruchs und der Zuversicht zu handeln.

Die Bundesfrauenkonferenz hat während der Drei-Länder-Konferenz im Juli 2025 beschlossen, dass wir uns 2027 oder 2028 an einem europaweiten Frauenstreik beteiligen.

Die IG BAU-Frauen sind sich einig, dass Wandel nur möglich ist, wenn wir gemeinsam an der "Baustelle Gutes Leben" mitarbeiten – mit Mut, Entschlossenheit und Zuversicht. Der internationale Frauenstreik muss ein Zeichen setzen, dass wir es ernst meinen. Wir fordern nicht nur gleiche Bezahlung, sondern echte Gleichstellung. Wir fordern die Anerkennung all unserer Arbeiten – bezahlt und unbezahlt. Wir setzen auf Kooperation statt Konkurrenz, auf eine Umverteilung des Reichtums und faire Verteilung von Ressourcen, auf Chancengleichheit in der Arbeitswelt, auf faire Arbeit und die Anerkennung von Care-Arbeit.

Unser derzeitiges Wirtschaftssystem ist nur auf Wachstum und Profit einiger weniger ausgerichtet und zerstört dabei unsere Lebensgrundlagen. Was dabei offensichtlich unbemerkt bleibt ist, wie Kriege und wachsende Aggressivität, Ausbeutung, Not und ständige Krisen mangelndes Vertrauen in die Demokratie auslösen, was Tür und Tor für Rechtspopulismus öffnet. Dieses Wirtschaftssystem ist rücksichtslos und rasend schnell in der Entwicklung, die in die falsche Richtung geht, wenn wir den Kurs nicht ändern.

Der Global Wealth Report der Credit Suisse von 2022 sagt aus, dass das Vermögen des reichsten ein Prozent der Weltbevölkerung um bis zu über 6000 Prozent gewachsen ist, während der Wohlstand der durchschnittlichen Bevölkerung in den vergangenen 20 Jahren nur um etwa 20 Prozent gewachsen ist. Als IG BAU-Frauen arbeiten wir auf der "Baustelle Gutes Leben" für Wirtschaftskonzepte, die auf Nachhaltigkeit und Umverteilung setzen und den Menschen in den Mittelpunkt des Handelns stellen.

Lasst uns mit Mut und Zuversicht neue Wege gehen – am 8. März und darüber hinaus!