Schmutzige Hände
(jakob5200 / Pixabay)
20.04.2020
Gesundheitsschutz

Hygiene auf Baustellen – das ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein Thema. Seitens der Arbeitgeber*innen wurde es lange vernachlässigt: Baustellen ganz ohne Toilette und Waschmöglichkeit oder anschlussfreie Toiletten, von Duschmöglichkeiten und Pausenräumen ganz zu schweigen – leider für viele von uns Alltag.

Aber was bisher schon eine Zumutung und gesundheitliches Risiko war, wird angesichts des Corona-Virus zur Gefahr für unser aller Gesundheit!

Wir bauen Häuser, Brücken und Straßen, wir benutzen Technologien, die Millionen kosten. Wir packen unter Einsatz all unserer Kraft und unserer Gesundheit an, damit Menschen ein Dach über dem Kopf bekommen, damit Gebäude, Anlagen und Verkehrswege entstehen. Wir haben es nicht nötig, mit den Arbeitgeber*innen über ein sauberes Klo, vernünftige Hygiene und fließendes Wasser zu verhandeln!

Für die Hygiene am Arbeitsplatz gelten Mindeststandards, die in den Vorschriften für Sanitärräume auf Baustellen festgelegt sind. Diese sind jetzt überlebenswichtig für uns am Bau!

Es ist die Pflicht der Arbeitgeber*innen, uns zu schützen!

Die geltenden Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie allgemeingültige Hygieneregeln einzuhalten – das ist der einzige Weg, Baustellen weiterbetreiben zu können. Aber auch außerhalb von Epidemie-Zeiten gilt: Eine saubere, im Winter beheizte Toilette zu haben, genug Waschbecken, Wasser, Seife, Einmalhandtücher – das muss selbstverständlich sein: Vor Corona, gegen Corona und nach Corona!

Unser neuer Flyer hält für Euch fest, welche Vorgaben für Sanitärräume auf Baustellen gelten und welche Konsequenzen Verstöße haben.

Wie immer gilt: Damit etwas passiert, muss etwas unternommen werden. Meldet Euch beim Gesundheitsamt oder informiert Euch bei Eurer IG BAU vor Ort, wenn Euch Missstände auffallen.

 

Neuer Flyer: Hygiene am Bau – Dein gutes Recht. Als Download und zum Teilen.