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Tarifabschluss: KWS und IG BAU erzielen Einigung und schaffen Planungssicherheit

Rapsfeld von oben
(Foto: Bern Dittrich / Unsplash)
16.06.2026
Pressemitteilungen 2026

Saatgutspezialist KWS und IG BAU haben sich auf einen neuen Tarifabschluss verständigt. Der Vertrag gilt ab dem 1. Juli 2026 für 24 Monate. Er bringt spürbare Verbesserungen für die Beschäftigten und schafft zugleich Planungssicherheit für beide Seiten.

Die Einigung, die am Abend des 29. Mai 2026 erzielt wurde, umfasst Verbesserungen bei Entgelt, Ausbildungsvergütung sowie weiteren tariflichen Leistungen. Ziel der Verhandlungen war es, eine Lösung zu erreichen, die sowohl den Interessen der Beschäftigten als auch den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Unternehmens gerecht wird.

"Mit diesem Tarifabschluss ist es gelungen, konkrete Verbesserungen für die Mitarbeitenden zu erreichen und zugleich die aktuellen Herausforderungen verantwortungsvoll im Blick zu behalten", sagt Melanie Eisinger, Verhandlungsführerin für KWS. "Ich freue mich, dass wir gemeinsam eine Lösung gefunden haben, die für die kommenden Jahre eine verlässliche Grundlage schafft."

Verbesserungen im Entgeltbereich

Im Mittelpunkt steht eine tabellenwirksame Entgelterhöhung in Form fester Euro-Beträge. Diese stärkt insbesondere die unteren und mittleren Entgeltgruppen:

  • +120 Euro brutto ab Oktober 2026
  • +140 Euro brutto ab Juli 2027

Darüber hinaus wurde die bisher dividendenabhängige Einmalzahlung weiterentwickelt. Für die Laufzeit des Tarifvertrags bleibt sie bestehen; perspektivisch wird sie an eine betriebswirtschaftliche Kennzahl (EBITDA) gekoppelt.

Weitere Verbesserungen für die Beschäftigten

Auch in weiteren Bereichen wurden Anpassungen vereinbart:

  • Erhöhung der Ausbildungsvergütung in zwei Stufen (ab August 2026 und 2027)
  • Ausweitung der sogenannten "Divi-Tage" von vier auf fünf
  • Erhöhung von Zulagen für belastende Tätigkeiten (sog. Erschwerniszulagen)
  • Anpassungen bei der Rufbereitschaft, einschließlich höherer Pauschalen

"Der Tarifabschluss bringt deutliche Steigerungen insbesondere für die Kolleginnen und Kollegen in den unteren und mittleren Gehaltsgruppen. Dies war unseren Mitgliedern bei KWS in Zeiten von steigenden Lebenshaltungskosten besonders wichtig. Für die qualifizierte Saatguttechnikerin im sogenannten Ecklohn etwa bedeutet der Abschluss Gehaltsteigerungen von rund 3,1 Prozent im ersten Jahr und rund 3,5 Prozent im zweiten Jahr", führt Benjamin Luig, Verhandlungsführer der IG BAU, aus. "In den intensiven Verhandlungen ging es aber auch um eine Reihe an Zukunftsthemen. Ein Ergebnis: Die deutliche Erhöhung der Erschwerniszulage, etwa bei der Arbeit in großer Hitze in den Folienhäusern."

Gemeinsamer Blick nach vorn

KWS und IG BAU haben zudem vereinbart, über den aktuellen Tarifabschluss hinaus gemeinsam an weiteren Themen zu arbeiten. Dazu zählen unter anderem die Übernahme von Auszubildenden, Fragen der Kinderbetreuung sowie die Vereinfachung bestehender Regelungen.

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