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Westbalkanregelung: PECO-Institut veröffentlicht neue Studie

Mitarbeiter von PECO
(Foto: PECO / Pay Numrich)
08.07.2026
Internationales

Als Milan aus Serbien nach Deutschland kam, schien ihm sein Weg vorgezeichnet: Arbeit auf dem Bau, ein geregeltes Einkommen, eine Zukunftsperspektive - auch für seine Familie in Serbien. Als sein Arbeitgeber ihm mit Kündigung drohte, weil er zu langsam wäre, schwieg er. Zu groß war die Angst, nicht nur den Job, sondern auch sein Aufenthaltsrecht in Deutschland zu verlieren. Am Ende hat er in einem Jahr sechs Monate nicht arbeiten können und offene Löhne in Höhe von mehr als 5000 Euro. Milan hat sich an den Europäischen Verein für Wanderarbeiterfragen gewandt und Hilfe bekommen, doch wie ihm geht es vielen und nicht alle bekommen Unterstützung.

Die neue Studie des IG BAU-nahen PECO-Instituts untersucht genau diese Problematik. Die Westbalkanregelung ermöglicht Menschen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien einen vergleichsweise einfachen Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt – unabhängig von ihrer beruflichen Qualifikation. Allein 2024 waren rund 61000 Menschen über diesen Weg in Deutschland beschäftigt, mehr als ein Drittel von ihnen war im Baugewerbe tätig. Damit ist die Regelung zu einem zentralen Instrument der Arbeitskräftezuwanderung aus nicht-EU-Staaten geworden.
 
Die Potentiale der Westbalkanregelung liegen auf der Hand: Ein vergleichsweise leichter Zugang für nicht-akademische Fachkräfte aus den Ländern des Westbalkans. Aber mit der Regelung gehen auch gewaltige Risiken für die Beschäftigten einher!
 
 
Für Rückfragen stehen die Kolleg*innen vom PECO-Institut gerne zur Verfügung. Gerne stellen sie die Studie auch persönlich vor, vor Ort oder digital!
 
Anfragen an Michael Baumgarten (michael.baumgarten@peco-ev.de)
Cover der Studie