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Bauarbeitsmarkt Dezember und im Jahr 2019: Lage bleibt trotz saisonbedingt erhöhter Arbeitslosigkeit gut, Aufwärtstrend schwächt sich ab

baustelle gerüst baugerüst
Diri / Unsplash
07.01.2020
Bauhauptgewerbe

Die Lage hat sich auf dem Bau-Arbeitsmarkt 2019 weiter verbessert. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass sich der Boom bei der Beschäftigung etwas abschwächen könnte.

Die jahresdurchschnittliche Zahl der registrierten arbeitslosen Bauarbeiter ist im Westen gegenüber 2018 um 7,5 Prozent auf 26 123 zurückgegangen. Im Osten fiel der Rückgang mit 14,9 Prozent auf 12 872 deutlich stärker aus. Im Vergleich zum Vorjahr 2018 fällt der Rückgang in Westdeutschland um 6,6 Prozentpunkte und in Ostdeutschland um 3,2 Prozentpunkte schwächer aus.

Entsprechend entwickelte sich die Zahl der gemeldeten offenen Stellen: Im Westen lag diese mit durchschnittlich 12 899 um 2,7 Prozent über der Zahl des Vorjahres. In Ostdeutschland ist die Zahl der offenen Stellen mit durchschnittlich 4 096 gegenüber dem Vorjahr hingegen um 6,4 Prozent rückläufig.

Die aktuelle Betrachtung für Dezember 2019 zeigt:

Im Dezember 2019 waren 36 881 Bauarbeiter als arbeitslos registriert, 4 403 mehr als im Monat zuvor. Aber im Vergleich zum Dezember 2018 ist die Zahl der arbeitslos registrierten Bauarbeiter gesunken, in Westdeutschland um 1,2 Prozent und in Ostdeutschland um 10,1 Prozent.

In der Gesamtwirtschaft lag die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Vergleich zum Dezember 2018 bei 2,2 Millionen, 0,8 Prozent höher. Etliche Menschen, die faktisch arbeitslos sind, werden nicht als arbeitslos registriert (z.B. Teilnehmer an Weiterbildungs-Maßnahmen oder „Ein-Euro-Jobber“). Wenn auch sie berücksichtigt werden, dann beläuft sich die Zahl der Arbeitslosen („Unterbeschäftigten“) in der Gesamtwirtschaft auf 3,1 Millionen Menschen. Sie ist gegenüber Dezember 2018 um 0,6 Prozent gestiegen. Entsprechende Angaben für Bauarbeiter liegen nicht vor.