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Bei Kurzarbeit sollen Firmen in McPom für "Prämien-Lotsen" sorgen

Schreibtisch Beratung Berater
Pixabay
24.07.2020
Arbeit

IG BAU Nord: Mehr Kaufkraft und kein unnötiger Papierkram für Beschäftigte.

Firmen in Mecklenburg-Vorpommern sollen "Prämien-Lots*innen" schaffen: Um den bis zu 200 000 Kurzarbeit-Betroffenen rasch und sicher zu der vom Land Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellten "Neustart-Prämie" zu verhelfen, sollen Unternehmen dafür feste Ansprechpartner*innen benennen:

"Die Hürden, an die Landesprämie zu kommen, müssen gering sein. Die Bürokratie ist Sache der Firmen. Es sollte daher in jedem Unternehmen, das Kurzarbeit macht oder gemacht hat, einen 'Prämien-Lotsen' geben, der die Beschäftigten berät und an die Hand nimmt – ihnen also die ganzen Formalien erledigt“,

fordert Dirk Johne.

Der stellvertretende Regionalleiter der IG Bauen-Agrar-Umwelt appelliert an die Firmen, hier betriebsintern eine Kraft beispielsweise aus der Personal- oder Lohnbuchhaltung bereitzustellen, die sich intensiv und aus eigener Initiative um die "Neustart-Prämie" für alle Beschäftigten kümmere. Den Mitarbeiter*innen müsse hier "unkompliziert und ohne viel Papierkram", den sie selbst erledigen müssten, geholfen werden.

Immerhin lohne es sich: Für den zweiten und dritten Monat der Kurzarbeit soll es jeweils 200 Euro geben, für die drei Folgemonate jeweils 100 Euro – insgesamt also maximal 700 Euro.

"Das ist eine ordentliche Stange Geld für Menschen, die es nach der Kurzarbeit gut gebrauchen können: Von der Gebäudereinigerin bis zur Floristin – auch in den Branchen, die die IG BAU betreut, hat die Corona-Pandemie mit Kurzarbeit zum Teil kräftig reingehauen“,

sagt der Vize-Chef der IG BAU Nord, Dirk Johne.

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern setze mit der "Neustart-Prämie" ein wichtiges Signal und stärke die Kaufkraft bei Beschäftigten, "die in den vergangenen Wochen den Gürtel oft über viele Wochen erheblich enger schnallen mussten".