BHG21
(© IG BAU)
14.07.2021
Bauhauptgewerbe

In den letzten Tagen kamen wieder viele Einsendungen von Kolleg*innen aus dem ganzen Land bei uns ein. Aber egal ob aus Bayern oder Berlin, die Forderungen ihrer Gewerkschaft unterstützen alle: Mehr Lohn/Gehalt muss her, eine bessere Entschädigung der langen Fahrzeiten und endlich "West-Löhne" auch für den Osten. Noch im Juli soll weiterverhandelt werden.

Fotos aus den vergangenen Wochen und Infos zu unseren Forderungen und dem aktuellen Stand der Verhandlungen gibt es unter igbau.de/bauhauptgewerbe

Jede*r zählt! Schick eigene Aktionsfotos von Dir und Deinen Arbeitskolleg*innen an: Tel. 0170-8352388 oder an [Bitte aktivieren Sie Javascript]

(Wichtig: Alle Personen sind freiwillig abgebildet, sind mit der Veröffentlichung einverstanden und die aktuellen Hygieneregeln werden eingehalten.)

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(© IG BAU)

Auf dem Foto die Fachgruppe Bauhauptgewerbe Stuttgart-Hohenlohe, die sich am 7. Juli in Windischenbach getroffen hat:

Wir haben über den Stand der Tarifverhandlungen berichtet und die Situation diskutiert. Die Kollegen sind sauer, dass sich die Arbeitgeber*innen in diesen nach wie vor fetten Jahren für die Bauwirtschaft immer noch zieren oder sogar verweigern.

"Auftragsboom, Umsatzrekorde und Fachkräftemangel - was braucht es denn noch für eine angemessene Beteiligung der Kolleg*innen? Lohnerhöhung ist fällig und Wegezeitentschädigung existenziell für die Zukunft der Branche!" Die Kollegen sind entschlossen und kampfbereit: "Es gab schon lang keinen Streik mehr auf dem Bau. Vielleicht wird es mal wieder Zeit…"

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Noch vom Aktionstag am 21. Juni stammt dieses Video aus Ulm. "WIR SIND HIER, WIR SIND LAUT, WEIL MAN UNS DIE FREIZEIT KLAUT!" hieß es dort. Hört auf zu mauern, liebe Arbeitgeber*innen – Wegezeitentschädigung JETZT! 

Aus Berlin-Brandenburg

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Bauarbeiter auf der BONAVA Baustelle in Berlin Köpenick. Mehr Einkommen und eine richtige Entschädigung der Wegezeiten verlangen auch sie!

Aus Bayern

BHG2021 Bayern
(© Ruckdäschel / IG BAU)
BHG2021 Bayern
(© Ruckdäschel / IG BAU)

Am 10. Juli fand in Ingolstadt die regionale Tarifkonferenz Bayern statt. Die anwesenden Funktionär*innen, Betriebsrät*innen und betriebliche Vertreter*innen bekamen dabei aktuelle Infos zu den Tarifverhandlungen und den moderierten Spitzengesprächen von Bundesvorstands-Fachreferenten Christian Beck und Regionalleiter Karl Bauer. 

Gerade zur Thematik der Wegezeiten, aber auch zu Einkommensverbesserung kamen zahlreiche Nachfragen. Auch die regionalen Mitglieder der Bundestarifkommission für das Bauhauptgewerbe konnten Infos aus erster Hand weitergeben.

Wie es gemeinsam in der Tarifrunde funktioniert und wie man diese erfolgreich gestaltet, wurde spätestens durch den "Turmbau von Ingolstadt" dargestellt. Die Teilnehmer bauten mit Meterstäben zusammen einen Turm, um deutlich zu machen, das man an einem Ziel arbeitet und spätestens in dieser Tarifrunde den verdienten Anteil an der sehr guten Entwicklung der Branche für die Arbeitnehmer*innen zu erreichen.

"Respekt für unsere Arbeit! - Wegezeiten entschädigen! - Mehr Einkommen!", war auch an diesem Tag das eindeutige Ergebnis und die eindeutige Botschaft in Richtung Arbeitgeber*innen. Der Auftrag für die Fortsetzung der Verhandlungen am 27. Juli wurde klar formuliert und den Verantwortlichen mitgegeben.

BHG2021 Bayern
(© David Cox / IG BAU)
BHG2021 Bayern
(© David Cox / IG BAU)

Baustellenaktion bei der Firma Brochier in München:

Der Bau boomt in München. An jeder Ecke wird gebaut, was das Zeug hält. Viel Infrastruktur wird geschaffen und/oder modernisiert. Das der Lohn der Baustelle gilt, ist kein Geheimnis. Das er nicht immer bezahlt wird auch! Viele der Bauarbeiter kommen aus dem Osten und stehen für gleiche Löhne in Ost und West. Es kann doch nicht sein, dass nach so langer Zeit immer noch verschiedene Maßstäbe gelten! Ost-West-Angleich jetzt!

BHG2021 Bayern
(© David Cox / IG BAU)
Bauhauptgewerbe Bayern
(© David Cox / IG BAU)

Junge BAU München und Firma Nazari:

Auch auf kleineren Baustellen kümmert sich die IG BAU um ihre Mitglieder. Dabei sind die Probleme die gleichen und die Forderungen auch. Einkommensverbesserungen, Wegezeitentschädigung, Ost-West-Angleich und auch die Azubis stehen hier derzeit im Vordergrund.

BHG2021 Bayern
(© David Cox / IG BAU)

100 Kilometer einfache Strecke ist keine Seltenheit für die Männer vom Bau. Gerade in Spezialgewerken ist der Weg zur Baustelle oft sehr weit und zeitintensiv. Kein Bauarbeiter ist sich zu schade für den Weg, aber entschädigt hätte jeder diesen Aufwand schon gerne. "Immerhin gehen wir immer dahin, wo der Auftrag ruft! – Wir können halt auch keine Löcher im Homeoffice oder vor der Haustür bohren!" sagen die Männer von Wöhrl Grundbau auf einer Baustelle in München, auf die sie täglich rund 170 Kilometer hin und zurück pendeln. Da kommen mit dem Verkehr gut und gerne drei Stunden zusammen. Eine richtige Wegezeitentschädigung ist jetzt fällig!

BHG2021 Bayern
(© Katens, IG BAU)

Kampfbereit und ziemlich sauer!

Die Bauarbeiter der STRABAG Direktion Nord, die gerade die Infrastruktur in der Bayerwaldkaserne in Regen auf Vordermann bringen, sind wirklich sauer.

Das was sich die Arbeitgeber*innen leisten, hat mit Wertschätzung und Anerkennung nichts zu tun. Wir haben während der Pandemie ohne Pause und Unterbrechung geschafft. Man hatte sogar das Gefühl, dass es durch Corona immer mehr Arbeit wird.

Und dann das. Einfach aufstehen und nicht verhandelnist ganz schlechter Stil. Aber auch die Arbeiter haben Möglichkeiten. Die werden hier sicher gezogen, wenn es hart auf hart kommt.

Aus Hessen

BHG21 Hessen
(© IG BAU)

Die Baumannschaft von Bratengeier wechselt die Kanalrohre in der Hauptstraße von Dreieich-Sprendlingen. Die Straße kann wegen des starken Autoverkehrs nur halbgesperrt werden. Daraus folgen große Anforderungen für den Transport und den Einbau von allen Materialien. Aber das schafft die Baumannschaft von Bratengeier. Dafür wollen die Kollegen natürlich auch ordentliche Tarife. Dazu gehört auch eine vernünftige Entschädigung der Wegezeiten. Nicht jede Baustelle ist fünf Minuten vom Betriebssitz entfernt. Und Wegeaufwand haben auch die Kollegen, die nur am Wochenende zu ihren Familien nach Ostdeutschland fahren können.

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(© IG BAU)

Es regnet – die Strabag-Mannschaft ist trotzdem am Arbeiten. Heute Abend muss der Kanal ausgewechselt sein. "Das schaffen wir – auch bei dem Wetter!". Die Leute werden dann noch viel zu tun haben, egal, wie es am Himmel aussieht. Dafür erwarten sie natürlich auch einen ordentlichen Tarifvertrag mit der Angleichung der Ostlöhne an die Westlöhne und mit einer starken Verbesserung bei der Wegezeitentschädigung.

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(© IG BAU)

Die Bauleute von Schäfer3 bauen in Pfungstadt eine Gewerbehalle. Das Planum für den Hallenboden ist schon fertig. Bald wird die Halle stehen. Natürlich Termingerecht und ohne andere Mängel. Für gute Arbeit erwartet die Mannschaft von Schäfer3 auch ordentliche Arbeitsbedingungen. Dazu gehört auch eine richtige Vergütung der Wegezeit. Dafür machen sich die Leute von Schäfer3 stark, gemeinsam mit ihrer Gewerkschaft.

BHG2021 Hessen
(© IG BAU)

Die Mannschaft von Strabag saniert gerade eine Fahrspur der Kraftfahrstraße bei Kelsterbach. Zur Mittagszeit kommen die Leute zum Bau-Container, um mal eine Pause zu machen und sich über die Tarifverhandlungen zu informieren. Dabei geht es den Bauleuten natürlich um die Lohnerhöhung. Die Strabag bezahlt Tarif – das ist gut. Die Leute denken aber auch an die anderen Kollegen, die nur Mindestlohn bekommen. Deshalb machen sich unsere Kollegen stark für gleichen Lohn für gleiche Arbeit. In Ost und West und für Deutsche und Ausländer – gemeinsam mit ihrer Gewerkschaft.