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Tarif- und Besoldungsrunde 2025/2026 der Länder (ohne Hessen): 5,8 Prozent und mehr Respekt für unsere Arbeit – Einigung steht!

Forstbeschäftigte demonstrieren in Potsdam
(Foto: IG BAU) 6000 Beschäftigte begleiten am 11. Februar 2026 die Verhandlungen in Potsdam. Die zahlreichen Warnstreiks haben sich ausgezahlt.
14.02.2026
Forst und Naturschutz

(Aktualisiert: Jetzt mit ausführlicher Tarifinfo) Am 14. Februar 2026 konnten sich die Gewerkschaften mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach erfolgreichen Warnstreiks auf ein respektables Verhandlungsergebnis verständigen. Das Einigungspaket sieht eine Gesamterhöhung der Tabellenentgelte im Umfang von 5,8 Prozent vor. Die Tabellenentgelte werden bei einer Laufzeit bis 31. Januar 2028 (27 Monate) zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens um 100 Euro, zum 1. März 2027 um 2,0 Prozent und zum 1. Januar 2028 um ein weiteres Prozent erhöht.

Im Ergebnis halten die Beschäftigten der Länder (außer Hessen) Anschluss an den Einkommensentwicklungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen.

Ost-West-Angleich

Beim Ost-West-Angleich konnten weitere wichtige Schritte erreicht werden: Der besondere Kündigungsschutz wird auf die neuen Bundesländer übertragen. Für die Auszubildenden konnte zudem erreicht werden, dass die vermögenswirksamen Leistungen in den östlichen Bundesländern auf das Westniveau angehoben werden.

Bundesweit erhalten die Auszubildenden ab den ersten beiden Erhöhungszeitpunkten jeweils 60 Euro mehr pro Monat und ab dem 1. Januar 2028 nochmals 30 Euro. Zur Nachwuchsförderung wurde ein umfassenden Paket vereinbart. Das Paket umfasst die Fortsetzung der Übernahmeregelung sowie Verbesserungen in der Abschlussprämie, Auszubildende mit der Abschlussnote "Gut" und besser erhalten künftig eine Abschlussprämie von 500 Euro. Bei einer Gesamtnote "Befriedigend" eine um sechs Monate verkürzte Stufenlaufzeit in der Stufe 1.

Wichtige Signale für die Forst-Verhandlungen

Die Arbeit im Forst soll sich lohnen und familienfreundlich sein. Dazu gehören auch entsprechende Arbeitszeiten. Aus Sicht der IG BAU muss daher auch endlich die Reduzierung der Arbeitszeit im Osten auf 38,5 Stunden erfolgen. Für die Unikliniken konnte dies in drei Schritten bis 1. Januar 2029 bereits im nun vorliegenden Tarifpaket erreicht werden. Für die Forst-Verhandlungen könnte dies eine wichtige Signalwirkung haben.

Eine ausführliche Tarifinfo folgt zeitnah.

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Tarifinfo

Nach drei intensiven Verhandlungstagen in der dritten Runde zur Tarif- und Besoldungsrunde 2025/2026 für die Beschäftigten der Länder gibt’s mehr als einen Inflationsausgleich und "einen Schnaps obendrauf".Die Entgelte erhöhen sich bei einer Laufzeit von 27 Monaten in drei Schritten um insgesamt 5,8 Prozent. Die Ausbildungsentgelte steigen ebenfalls in drei Schritten um 150 Euro. Die Beschäftigten und Auszubildenden halten somit an der Entgeltentwicklung im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen Anschluss. Damit zahlen sich unsere Warnstreiks aus, Tarifverhandlungen werden eben auf der Straße entschieden.